Nichts geht mehr

Es klang fast wie im Märchen: Burg Lissingen erwacht aus dem Dornröschenschlaf, es gibt neues Leben in alt-ehrwürdigen Mauern. Aber statt der erhofften Erfolgsmeldungen ein gutes halbes Jahr, nachdem die Pächter angetreten sind, sind es (mal wieder) Hiobsbotschaften.

Missmanagement und niedriges Niveau wirft Grommes den Pächtern vor, sie wiederum halten ihm unverhältnismäßige Einmischung ins Geschäft und nicht eingehaltene Absprachen vor. Wer blickt da noch durch? Fest steht: Angesichts der Heftigkeit der gegenseitigen Schuldzuweisungen ist das Tischtuch zwischen den (Noch-)Partnern jetzt schon endgültig zerschnitten. Da geht nichts mehr. Konsequenz: In absehbarer Zeit wird die Burg wieder ohne Pächter dastehen, und neue Interessenten finden, dürfte sehr schwierig werden. Diese Prognose ist keineswegs gewagt, da genügt schon ein Blick in die eigene Geschichte der Burg. Fünf Jahre war dort schon mehr oder weniger Stillstand. Sind die Pächter weg, droht der Burg, was sie gar nicht brauchen kann: der erneute Dornröschenschlaf. Schade für die ganze Region! s.sartoris@volksfreund.de