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Niklas und Jonas Butzen aus Schalkenmehren erhalten den Zuschlag

Tourismus : Wohnmobilpark in Daun soll im kommenden Jahr eröffnet werden

Wohnmobilpark am Lieserbogen: Ausschuss schlägt Namen für die künftige Anlaufstelle für Wohnmobilisten in Daun vor.

Durch die Pandemie wurde der seit Jahren anhaltende Boom bei den rollenden Eigenheimen noch verstärkt: Mehr als 78 000 neu zugelassene Wohnmobile sorgten 2020 für ein weiteres Rekordjahr, im Schnitt wurden 73 829 Euro für ein Reisemobil ausgegeben. Wohnmobilisten sind eine ausgabefreudige Klientel, von der auch Kommunen, für die Tourismus ein wichtiges Standbein ist, profitieren wollen.

So sind über die Jahre viele Stellplätze entstanden, so zum Beispiel in Gerolstein, Hillesheim und Gillenfeld. In Daun suchen die Wohnmobilisten noch vergeblich auf einen offiziellen Platz – aber 2022 soll es einen solchen geben. Und ein Name ist auch schon gefunden: „Wohnmobilpark am Lieserbogen“. Formal hat der Stadtrat noch das letzte Wort in Sachen Namensgebung, aber das wird nach der Vorentscheidung im  Haupt- und Finanzausschuss nur noch Formsache sein.

Vor einigen Jahren sind mehrere Standorte in der Kreisstadt untersucht worden auf Kriterien wie Anfahrbarkeit, Größe, Sicherheit, Nähe zu Einkaufsmöglichkeiten und Verfügbarkeit der Flächen. Dabei hatte das Gelände am Hotzendrees schon gut abgeschnitten, aber bis es tatsächlich den Zuschlag bekam, ging noch einige Zeit ins Land.

Dass so lange nach einer zentralen Anlaufstelle für Wohnmobilisten gesucht wurde, lag auch daran, dass sich niemand fand, der eine solche Anlage betreiben wollte. 2020 änderte sich das, es gab sogar gleich zwei Interessenten, die einen Wohnmobilstellplatz betreiben wollten. Den Zuschlag erteilte der Stadtrat Niklas und Jonas Butzen aus Schalkenmehren, die dort im vergangenen Jahr einen 35 Parzellen umfassenden Wohnmobilstellplatz eröffnet haben, der auf große Resonanz gestoßen ist.

Nun also die Expansion in der Kreisstadt, auf dem Areal am sogenannten Hotzendrees, direkt an der Bundesstraße 257 gelegen und in der Nähe zur Innenstadt und zum Bahnhof, der Ausgangspunkt des Maare-Mosel-Radwegs ist. Auf dem Gelände sollen um die 45 Stellplätze entstehen. Im Ausschuss war auch über den Namen „Wohnmobilpark am Hotzendrees“ diskutiert worden.

Der Vorschlag wurde aber verworfen, auch mit Blick auf eine bessere Vermarktung. Die Dauner können mit dem Begriff Hotzendrees etwas anfangen, aber die werden wohl kaum einen Stellplatz dort mieten. Anlocken will man ja Ortskundige, deshalb wurde die Bezeichnung Wohnmobilplatz am Lieserbogen favorisiert.

Ein Schritt voran auf dem Weg zur Verwirklichung eines Projekts, das Stadtbürgermeister Friedhelm Marder ganz oben auf die Prioritätenliste gesetzt hat. Er sagt zum Verfahrensstand: „Bei dem Vorhaben ist bisher alles im Fluss. Ein Pachtvertrag zwischen Stadt und den Gebrüdern Butzen ist aber noch nicht fixiert.“