Nun flott, damit im Winter niemand friert!

Hillesheim · Im Rathaus in Hillesheim soll eine neue Heizung eingebaut werden. An Holz geht dabei kein Weg vorbei.

 In das Rathaus in Hillesheim wird eine neue Heizungsanlage eingebaut. Die Kosten belaufen sich auf rund 65 000 Euro. TV-Foto: Mario Hübner

In das Rathaus in Hillesheim wird eine neue Heizungsanlage eingebaut. Die Kosten belaufen sich auf rund 65 000 Euro. TV-Foto: Mario Hübner

Foto: (e_gero )

Hillesheim Es ist zwar noch Sommer, aber in Hillesheim wird sich schon jetzt über den nächsten Winter Gedanken gemacht - und zwar intensiv und mit etwas Schaudern. "Im vergangenen Winter haben wir schmerzlich erfahren, wie es ist, wenn auf der Arbeit die Heizung nicht funktioniert", sagt Jürgen Mathar von der Bauabteilung des Rathauses. Es habe bei der 26 Jahre alten Heizung eine "Serie von Ausfällen" gegeben, die Beschaffung von Ersatzteilen habe sich als schwierig bis unmöglich herausgestellt. Nur dem Erfindungsreichtum des beauftragten Handwerkers sei es zu verdanken gewesen, dass die Anlage wieder funktionierte. Aber so etwas wollen die Rathausmitarbeiter in diesem Winter nicht nochmals erleben. Daher hat der Bauausschuss der Verbandsgemeinde (VG) einstimmig die Empfehlung ausgesprochen, dass der VG-Rat bei seiner Sitzung am heutigen Mittwoch den Auftrag zum Einbau einer neuen Anlage an den günstigsten Bieter vergibt. Denn: Die Ausschreibung wurde bereits auf den Weg gebracht, die Submission war zu Wochenbeginn. Der Einbau der neuen Anlage wird rund 65 000 Euro kosten.
Nun soll es schnell gehen, damit nicht weitere Zeit verstreicht. Denn die Prüfung, damit Mittel aus dem Kommunalen Investitionsprogramm 3.0 in Anspruch genommen werden können, sei sehr aufwändig gewesen. Mathar berichtet: "Es war schnell klar, dass es eine Öko-Heizung sein muss." Letztlich wurde mit der zuständigen Struktur- und Gemehmigungsdirektion (SGD) vereinbart, dass eine Hybrid-Lösung realisiert werden soll: Geheizt wird mit Holzpellets, bei Spitzenbedarf oder in Übergangszeiten wird eine Gastherme hinzugeschaltet.
Zwar müsse Lagerkapazität für die Pellets im Keller geschaffen und angesichts der Raumnot vier Mal im Jahr aufgefüllt werden. Dennoch lohne sich die Umrüstung mehrfach. Mathar sagt: "Zum einen bekommen wir über das KI 3.0-Programm eine 90-prozentige Förderung, zum anderen benötigen wir künftig nur noch die Hälfte der bisherigen Heizkosten von rund 15 000 Euro im Jahr."
Bürgermeisterin Heike Bohn ist von der Lösung ebenfalls überzeugt. Sie sagt: "Ich freue mich, dass wir künftig auch im Rathaus mit Holz heizen." Im Kindergarten und der Grundschule ist das bereits seit Jahren so, die Anlage dort war die erste Holzhackschnitzelanlage im Kreis.