Nun ist das Einkaufszentrum komplett

Nun ist das Einkaufszentrum komplett

Von der Ansiedlung des Drogeriemarkts bis zur Eröffnung des Hit-Markts: In der Mehrener Straße in Daun ist viel passiert.

Daun Der klassische Großeinkauf ist es wohl nicht, was einige der Kunden an diesem Tag in den Hit-Markt zieht. Denn viele sind erst mal nur neugierig: Wie sieht er denn aus, der Markt, dessen Pforten am neuen Standort am Montag geöffnet worden sind? "Schon beeindruckend", sagt eine Frau, die nach eigenem Bekunden nur zum Schauen gekommen ist. "Auf jeden Fall gibt es deutlich mehr Platz", sagt sie.
Gut erkannt: In der Mehrener Straße stehen 2100 Quadratmeter Verkaufsfläche zur Verfügung, am bisherigen Standort in der Bahnhofstraße waren es 1650.
Die Neueröffnung ist das letzte Kapitel der Entwicklung des erweiterten Einkaufszentrums in der Mehrener Straße. Dort waren zunächst eine Aldi-Filiale und der Extra-Baumarkt angesiedelt. Letzter gehörte zum Praktiker-Konzern und war nach dessen Pleite 2013 geschlossen worden.
Dass sich danach in dieser Ecke der Stadt etwas getan hat, hängt auch mit einer Wunschliste zusammen. Was denn in Daun am dringendsten gebraucht werde, waren 1600 Bürger 2013 vom Trierischen Volksfreunds gefragt worden. Und die monierten vor allem das Fehlen eines großen Drogeriemarkts, nachdem die Schlecker- und die Ihr-Platz-Filiale in der Innenstadt 2011 und 2012 geschlossen worden waren. Auftritt Christoph Slabik: Der aus Daun stammende und heute in Heidelberg lebende Investor machte sich daran, diese Lücke im Einzelhandelsangebot in der Kreisstadt zu schließen - auf einem neuen Areal in der Mehrener Straße. Ein Haus musste weichen, damit dort eine Filiale der Drogeriemarkt-Kette dm und eine Bäckerei angesiedelt werden konnten. Aber damit nicht genug: Slabik, Jahrgang 1955, kaufte das Gebäude des Extra-Baumarkts und auch das Gelände. Das ihm vertraut war, gehörte es doch einst seiner Familie mit ihrer in der Region bekannte Baufirma. Dort haben nun der Supermarkt und der bereits Ende Mai eröffnete Baumarkt der Firma Minninger ihre Heimat.
Wie fällt die Bilanz des Investoren-Engagement in der alten Heimat aus? "Ich denke, es sind gelungene Projekte in der Mehrener Straße realisiert worden. Ich bin jedenfalls zufrieden. Aber das Wichtigste ist aus meiner Sicht: Einkaufskraft bleibt der Stadt erhalten und wird hoffentlich auch noch größer", sagt Slabik. Und hat er schon ein neues Vorhaben für Daun im Auge? Wenn, dann lässt er sich noch nicht in die Karten schauen: "Ich werde die Entwicklung in Daun weiter verfolgenn." ´Mit der Hit-Markt-Eröffnung wird der Verkehr in der Mehrener Straße zunehmen. Allerdings ist diese dafür noch nicht richtig gerüstet, so fehlen beispielsweise Abbiegespuren zu den Märkten. Aber bis alles den neuen Gegebenheiten angepasst ist, wird es noch eine Zeit dauern. Denn zunächst steht der Ausbau des Teilstücks der Landesstraße 46 vom Kreisel in der Mehrener Straße bis zum Gasthaus Zu den Maaren in Daun-Gemünden an. Laut Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein gibt es noch Klärungsbedarf, was die endgültige Planung angeht. Angestrebt werde, im Frühjahr 2018 mit dem Bau zu beginnen. Und die Mehrener Straße? Für sie werde die Planung nun anlaufen, heißt es aus Gerolstein. Der Ausbau sei frühestens für 2019 zu erwarten.Extra: MARKT MIT LANGER TRADITION IN DAUN


Der Hit-Markt hatte lange seinen Sitz im Gebäude der 1961 gebauten Brotfabrik Servaty in der Bahnhofstraße. Diese wurde 1968 geschlossen, anschließend wurde dort ein Supermarkt eingerichtet, darunter auch der Hit-Vorgänger Top-Markt. Der Hit-Markt gehört zu der Firma Dohle. Sie betreibt 70 Märkte und ist auch mit einer Filiale in Gerolstein vertreten.