Nur einen einzigen Scheck im Gepäck

Nur einen einzigen Scheck im Gepäck

GEROLSTEIN. Hoher und gerne gesehener Besuch: Kultur-Staatssekretär Roland Härtel hat sich über die Fortschritte der Sanierung des Bahnbetriebswerks (BBW) Gerolstein informiert und den Bewilligungsbescheid über 100 000 Euro aus Dorferneuerungsmitteln mitgebracht. Nur: Das Geld ist bereits vorfinanziert und verbaut worden.

Er konnte von Glück reden, dass die gemeinnützige GmbH "BBW Gerolstein" die zugesagten Finanzmittel bereits vorfinanziert und in den maroden Bau gesteckt hat, sonst wäre Roland Härtel klatschnass geworden. Denn mit dem Geld ist unter anderem das löchrige und teilweise überhaupt nicht mehr vorhandene Dach des historischen Lokschuppens komplett neu eingedeckt worden (der TV berichtete). Nicht umsonst stellte einer der Arbeiter fest: "Noch vor einem Jahr hätte man bei so einem Regen hier drinnen die trockenen Plätze suchen müssen." Doch so konnten sowohl Gerolsteins Bürgermeister Matthias Pauly als auch BBW-Geschäftsführer Jörg Petry dem Gast aus Mainz in angenehmer Umgebung erstens Dank für die umfangreiche Unterstützung sagen und ihm zweitens die Fortschritte der Arbeit präsentieren. Letzteres tat Jörg Petry zum einen bei einem kurzen Gang durch die bereits sanierten und noch zu erneuernden Hallen und Gebäudeteile, zum anderen mit einer Fotodokumentation des Arbeitsfortschritts. Einstellen auf kleinere Schritte

Diese Bilder vor Augen sagte Härtel: "Es ist eindrucksvoll zu sehen, was sich hier bereits getan hat und tut. Und es zeigt sich: Solche große Projekte kriegen wir nur durch eine gute Partnerschaft von Privaten und der öffentlichen Hand hin." Obwohl sich Petry etwas anderes gewünscht hätte, hatte der Gast aus Mainz erwartungsgemäß keinen weiteren Scheck für die Fertigstellung des Bahnbetriebswerks (BBW) Gerolstein und die Umgestaltung zu einem "lebendigen Museum" (Petry) dabei. Was den Endausbau betrifft, dämpften aber sowohl der Gast aus Mainz wie auch der Bürgermeister Pauly die Euphorie: "Angesichts der zunehmenden Finanznöte der Stadt müssen wir uns wohl auf kleinere Schritte einstellen, dennoch bleibt es Ziel, das Projekt zügig fertig zu stellen - nicht zuletzt, um damit auch mal Einnahmen zu erzielen."