Nur konsequent

Die Geschichte des Gewerbegebiets in Densborn hat sich bislang zu einer beachtlichen Erfolgsstory entwickelt. Viele Jobs konnten in der Region gehalten werden, neue sind entstanden, von den Millioneninvestitionen haben nicht zuletzt etliche heimische Handwerker profitiert.

Da ist die nun genehmigte, letzte Erweiterung der konsequente und richtige Abschluss des eingeschlagenen Wegs. Ob der Weg auch auf lange Sicht der richtige gewesen sein wird, hängt einzig und allein am wirtschaftlichen Erfolg der in der Kyllaue angesiedelten Unternehmer. Verdienen sie Geld und geben somit möglichst vielen Menschen Arbeit, sind sie (und die an der Genehmigung beteiligten Politiker und Beamten in Densborn, Gerolstein und Mainz) auch über sämtliche Vorwürfe erhaben. Wenn aber künftig inmitten des Landschaftsidylls Kylltal, das parallel und teilweise von den gleichen Verantwortlichen mit viel Geld touristisch vermarktet wird, die Industriebauten leer stehen und verrotten (was hoffentlich nie passiert), werden sich die anfangs gestellten Fragen wieder aufdrängen: Braucht jedes Dorf sein Gewerbegebiet? Und: Müssen wirtschaftliche Interessen stets den Vorrang - beispielsweise vor dem Naturschutz - erhalten? Die Antwort lautet nach wie vor: Nein! m.huebner@volksfreund.de

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