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Nur sinnvoll mit eigenem Verwaltungsapparat

Nur sinnvoll mit eigenem Verwaltungsapparat

Die Pläne aus Mainz, künftig in Gemeinden mit mehr als 7500 Einwohnern einen hauptamtlichen Bürgermeister zu installieren, würde auch die Städte Gerolstein und Daun mit jeweils um die 8000 Einwohner betreffen.

Gerolstein/Daun. (mh/sts) Gerolsteins Stadtbürgermeister Karl-Heinz Schwartz (CDU) sagt dazu: "Ein Fulltime-Job ist das Amt auf jeden Fall, aber die Hauptamtlichkeit mit der entsprechenden Entlohnung ist nicht einmal das Entscheidende. Vielmehr müsste auch sichergestellt sein, dass ich dann auch einen eigenen Verwaltungsapparat um mich habe." Aber auch dann noch sei fraglich, "wer das macht, wenn man sich und seine Existenz alle fünf Jahre zur Wahl stellen muss". Schwartz ist überzeugt, dass der Job weg sei, wenn man aus der freien Wirtschaft komme und eine fünfjährige Auszeit nehme. "Mich betrifft das aber nicht mehr, denn bis es so weit ist, bin ich längst über alle Berge, sprich: nicht mehr im Amt."

Wolfgang Jenssen (SPD), seit 1999 Dauner Stadtbürgermeister, hält die vorgeschlagene Regelung "prinzipiell für nicht schlecht". Für seine persönliche Situation in Daun "macht sie allerdings keinen Sinn". Eine hauptamtliche Amtsführung könne nur funktionieren, wenn der Stadtbürgermeister auch auf einen eigenen Verwaltungsapparat zurückgreifen könne. Gebe es einen solchen, komme man aber schnell "ins Gehege mit der Arbeit der Verbandsgemeinde".

"Ich bin bis dato mit der Verbandsgemeinde-Verwaltung in Daun gut gefahren", konstatiert der 66-Jährige, der bei der Kommunalwahl im Juni zur Wiederwahl antritt. Für ihn persönlich komme eine etwaige Hauptamtlichkeit nicht mehr in Frage.

Wenn ein Stadtbürgermeister-Posten künftig hauptamtlich und vernünftig dotiert sei, könne das einen neuen Personenkreis erschließen, der sich für ein solches Bürgermeisteramt interessiert.