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Nur wenige beantragen Räum-Hilfe

Nur wenige beantragen Räum-Hilfe

GEROLSTEIN. (git) Der nächste Schnee kommt bestimmt, und der verpflichtet zur gesetzlichen Straßenreinigungs- und Räumpflicht. Sie trieb die Gerolsteiner Senioren im vergangenen Winter auf die Barrikaden. Sie forderten Hilfeleistung von der Stadt. In diesem Jahr jedoch ist ihr Interesse daran verschwindend gering.

Neben vielen Senioren forderte damals auch Peter Wülferath, Vorsitzender des Seniorenbeirats im Kreis Daun, dass die Gemeinden im Kreis ältere Menschen bei ihrer Räumpflicht unterstützen. Die Stadt Gerolstein nahm sich des Problems an und richtete eine Hilfebörse ein. "Das Interesse der Senioren ist jedoch nicht groß. Es haben sich in diesem Jahr lediglich ein oder zwei gemeldet, die bei Schneefall Hilfe benötigen", sagt Stadtbürgermeister Georg Linnerth. Wülferath ist dagegen mit dem Erreichten zufrieden. "Im vergangenen Winter wurde einigen Menschen geholfen." Das Thema Schneeräumen stößt bei Agnes Mertes jedoch unangenehm auf: "Im vergangenen Jahr hatte ich Hilfe über die Hilfebörse angefordert, doch die mir zugesagte Person ist nicht gekommen." Sie kann der Räumpflicht nicht nachkommen und sieht in dem Konzept nur noch wenig Sinn: "Das Interesse ist von Seiten der Senioren zu gering. Und so helfen wir uns in der Gymnasialstraße irgendwie selbst." Das tun die Senioren nach Behördenauskunft auch in anderen Verbandsgemeinden (VG). Dietmar Welling von der VG Daun: "Die Senioren hatten das Thema meines Wissens ein Mal diskutiert, aber bis zum heutigen Tag ist kein Bedarf angemeldet worden." In den VG Prüm und Bitburg-Land sieht es ähnlich aus. Kurt Lichter von der VG Prüm: "Das Problem hat sich in dieser Form bisher für uns nicht gestellt." Ähnlich äußert sich Büroleiter Christoph Müller von der VG Bitburg-Land: "Unserer Behörde ist eine Anfrage auf Hilfe nicht bekannt."