Oberehe Klassik kommt trotz Terminverschiebung gut an.

Veranstaltung : Prachtstücke vor prächtiger Herbstkulisse

Viele Teilnehmer der Oberehe Klassik hatten trotz des späteren Termins in diesem Jahr gemeinsam ihren Spaß.

Es war, als hätte sich der Herbst mit all seiner Farbenpracht, und seiner Sonnenfülle ausgerechnet für diesen Tag noch einmal aufgerafft, um zu zeigen, was in ihm steckt: Als sich am frühen Samstagmorgen im Gewerbegebiet Higis in Wiesbaum die nicht minder prächtige Schar von Old- und Youngtimern auf den Weg machte, wussten die Macher der achten Auflage der Oberehe Klassik, dass sich die zeitliche Verschiebung ihrer Ausflugsfahrt nicht zu Ungunsten des Retro-Benzinspektakels ausgewirkt hatte.

„Wir mussten unsere Klassik-Veranstaltung in diesem Jahr aus personellen Gründen auf Mitte Oktober verlegen. Das war natürlich ein unkalkulierbares Witterungs-Risiko gewesen. Aber wir hatten Glück und hätten es nicht besser treffen können“, resümierte Wolfgang Bürgel, der Vorsitzende des Motorsportclubs (MSC) Oberehe.

Längst sind die Frauen und Männer des MSC nicht nur wegen ihrer internationalen Rallye in den Sommermonaten, sondern eben auch wegen des  Treffens  und der anschließenden Tagesreise mit den vielen Oldies zu einem Begriff unter den  Retro-Freunden geworden – und das weit über die Vulkaneifel hinaus.

Seit der ersten Ausfahrt im Jahr 2011, die nur für Club-Mitglieder ausgeschrieben war, ist das Interesse an der Fahrt ständig gestiegen. „Wir sind seit der ersten offenen Oberehe Klassik dabei und unserer Meinung nach eignet sich dieser Oktober-Termin viel besser“, sagen Joachim und Antje  Diesler aus Herschbach. Ihr goldfarbener Porsche 924 mit der Startnummer 1 gehört mittlerweile  schon fast zum Inventar.

„Der spätere Termin ist nicht nur deshalb besser, weil wir heute so ein unfassbares Glück mit dem Wetter haben“, sagt Diesler. „Im September drängen sich doch viele Events dieser Art. Da nimmt einer dem anderen die Teilnehmer weg. Das ist nicht gut für die Oldtimer-Szene. Das haben wir den Leuten vom MSC Oberehe auch schon gesagt.“

Susanne Langenfeld und Stefan Wachs aus dem saarländischen Wadgassen scheuen ebenfalls seit etlichen Jahren die Anfahrt bis in die Eifel nicht. „Wir verbinden das meist mit einem schönen Wochenende hier oben. Landschaftlich ist die Vulkaneifel sehr reizvoll, und die Ausfahrten sind immer top organisiert. Der Veranstalter gibt sich viel Mühe, die Roadbooks sind eindeutig und nicht verwirrend. Das macht richtig Spaß hier. Wir kommen immer gerne wieder.“

Beim MSC Oberehe ist man froh über jedes Lob von den Teilnehmern, will sich zu einem eventuell ständigen späteren Termin der Klassik aber noch nicht äußern.  Am Samstag waren zunächst einmal alle froh, die Strecke von etwa 140 Kilometern gemeinsam bewältigt zu haben.

Die Sperrung der Bundesstraße 51 zwischen  Prüm und Olzheim, wo eine Mittagsrast stattfand, war für die Oldie-Karawane dann auch kein Problem. „Es gibt hier sehr viele schöne Nebenstrecken. Da konnten alle Autofreunde einfach noch ein bisschen mehr von unserer tollen Landschaft genießen“, nahmen die Macher des MSC Oberehe diese kurzfristige Beeinträchtigung problemlos in Kauf.

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