Karneval: „Och mir honn drei und sein mat dobei“

Karneval : „Och mir honn drei und sein mat dobei“

Die Owastodtfeler Ijeln haben sich erst Ende 2014 gegründet. Nun präsentiert der Karnevalsverein sein Dreigestirn.

Da waren die Owa­stodtfeler Ijeln ganz aus dem Häuschen: Zur Proklamation ins Bürgerhaus kamen rund 100 Jecken.

Das Dreigestirn hat sich den Narren präsentiert: Prinz Heinz I. (Molitor), Bauer Berthold „Beppo“ (Basten) und Jungfrau Heinz (Bauer) wollen den Karnevalisten unter dem Motto „Och mir honn drei und sein mat dobei“ Spaß und Freude bereiten.

Doch wie kam es schon nach der kurzen Zeit des Bestehens zu einem Dreigestirn?

„Einen Prinzen wollten wir schon 2014 haben, doch es wurde immer wieder verschoben. Wir hatten auch schon 2014 einen Kandidaten, nämlich Heinz Molitor. Der wollte immer schon Prinz in Oberstadtfeld werden“, sagt Uschi Esten-Schaaf, erste Vorsitzende der Owastodtfelder Ijele. Das bestätigt der 56-jährige Bauunternehmer Heinz Molitor: „Prinz zu sein, das war schon mein Kindheitstraum. Ich freue mich jetzt richtig auf die Session und die vielen Auftritte.“

Den Job seines Lebens hat auch Heinz Bauer gefunden: Er wird die erste Jungfrau mit weißem Rausche­bart sein. „Sowas gibt es doch nirgendwo“, sagt „ihre Lieblichkeit“ Heinz I.

Für das Amt des Bauern war eigentlich schon ein anderer Kandidat vorgesehen, aber der musste absagen. Mit Berthold (Beppo) Basten konnte dennoch ein Karnevalist gefunden werden, der die Aufgabe gern durchführt.

Ortsbürgermeister Hubert Molitor übergab dem neuen Owastodtfelder Dreigestirn die Schlüssel der närrischen Gemeinde und nahm Prinz Heinz I. das Gelübde ab, dass „er mit aller Kraft der Gemeinde keinen Schaden zufüge.“ Bauer Beppo solle sich in den nächsten Wochen um die Frauen des Dorfes kümmern und Jungfrau Heinz um die Männer. Rund 20 Auftritte warten in den nächsten Wochen auf das Oberstadtfelder Dreigestirn. Ob die Vorstellung eines Dreigestirns lediglich eine Episode in der Historie der Owastodtfelder Ijele bleibt, will die Vorsitzende Uschi Esten-Schaaf noch nicht beantworten: „Das wird sich zeigen, aber wir haben bisher noch nie etwas zweimal gemacht und sind immer für Überraschungen gut.“