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Österliches in der alten Burg

Österliches in der alten Burg

Trotz der Querelen um den Besitz der Unterburg von Burg Lissingen wurde jetzt erstmals wieder ein Frühlings- und Ostermarkt in der Unterburg veranstaltet, und der war bei gar nicht frühlingshaftem Wetter trotzdem gut besucht.

Gerolstein-Lissingen. Obwohl es immer noch Ärger rund um die Burg Lissigen gibt, ist wieder ein Frühlings- und Ostermarkt auf der Unterburg veranstaltet worden. "Die letzte Veranstaltung, ein Weihnachtsmarkt, war im Jahre 2000, und es war phantastisch. Es ist gut, dass es endlich weitergeht", sagt Wolfgang Bonefas, Veranstalter des Frühlings- und Ostermarktes.
Eine Woche vor Ostern wurden auf dem Frühlings- und Ostermarkt Blumengestecke, Pflanzen, Keramik und Frühlingsdeko für das Fest angeboten, aber auch für Anhänger heimischer Produkte gab es vom Honig bis Likören manches köstliches zu finden.
Anhänger alten mittelalterlichen Handwerks kamen von der Brandmalerei, Korbflechter, Goldschmiede, Klöpplerin, Schieferhandwerker bis zur Mittelalterschmiede oder Spinnerei auf ihre Kosten. "Die Handwerker sind in die Räume des historischen Gebäudes integriert, so können die Besucher auch die Burg zumindest teilweise besichtigen", erklärt Bonefas. Ausstellerin Hermine Schlader aus Hillesheim freut sich über die Veranstaltung in der Burg. "Ich finde es toll, dass die Burg wieder belebt wird. Man muss viel mehr Aktivitäten hierein bringen", sagt die Perlensteinhandwerkerin.
Auch Anna- Maria Hoffmann und Petra Kuhl aus Niederehe, welche Eifelschieferprodukte vom Servierbrett über Hausnummern bis zur Wanduhr anbieten, sehen das so. "Das hier ist doch ein Superambiente", sagt Anna- Maria Hoffmann und Petra Kuhl fände es auch schön "wenn in der Burg wieder etwas Leben wäre".
Die Burg Lissingen ist eine Idylle, allerdings renovierungsbedürftig. Es handelt sich dabei um eine ehemalige Wasserburg aus dem 13. Jahrhundert. Die Doppelburg, bestehend aus der Unterburg (Niederburg) und der Oberburg ist eine der ganz wenigen Eifelburgen, die nie zerstört worden sind.
Burg Lissingen ist ein geschütztes Kulturgut. Die Auseinandersetzung des ehemaligen Unterburg-Eigentümers Karl Grommes, der der Kreissparkasse Vulkaneifel 300 000 Euro schuldet, zieht sich schon lange hin. Anfang Februar hatte Horst-Günter Lipperson, ein pensionierter Lehrer aus Linz am Rhein, bei der Zwangsversteigerung der Unterburg vom Amtsgericht Daun für 250 000 Euro den Zuschlag erhalten. Doch Karl Grommes will noch nicht aufgeben.
Für den neuen Besitzer spielt das Verhalten von Grommes keine Rolle mehr, er hat schon angefangen die ersten Schritte zur Sanierung zu unternehmen und ist oft mehrere Tage in der Woche auf der Burg am arbeiten.
"Ich freue mich auf die Aufgabe. Ich warte jetzt nur noch auf grünes Licht von der Behörde, damit ich beginnen kann", sagt Burgherr Lipperson dem TV.