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Ohne Rumpeln hinauf zur Kasselburg

Ohne Rumpeln hinauf zur Kasselburg

Endspurt: Die Tragschicht der K 33 ist asphaltiert worden. Vermutlich in rund zwei Wochen wird die Sperrung aufgehoben. Seit Anfang Oktober konnte die beliebte Abkürzungsstrecke nicht genutzt werden.

Pelm. Die Männer von der Teerkolonne legen sich mächtig ins Zeug. Binnen eines Tages haben sie 700 Tonnen Asphalt verarbeitet und mehrere Hundert Meter Fahrbahndecke auf der Serpentinenstrecke der K 33 zwischen Pelm und der Kasselburg hergestellt. Auch ein paar kleinere Regenschauer halten sie nicht auf. "Die paar Tropfen sind bei der Menge an Material kein Problem", sagt Polier Reiner Schmitt. Durchschnittlich tragen sie zehn Zentimeter Asphalt für die Tragschicht auf, bei groben Unebenheiten sind es auch schon mal bis zu 30 Zentimeter.

Und auch als sich der Uhrzeiger schon nah auf den Feierabend zubewegt, denken die Männer nicht ans Aufhören. "Erst muss noch das Material verarbeitet werden", sagt Schmitt. Alltag bei der Teerkolonne. Denn der warme Asphalt kann ja wohl kaum auf dem LKW liegenbleiben. Und es stehen noch zwei weitere Vierachser bereit.

Doch auch aus deren Ladung hat die sechsköpfige Crew binnen einer halben Stunde weitere Straßenmeter gezaubert: Asphalt rein in den Fertiger, zu einer glatten Fahrbahn verarbeitet, mit der Walze verdichtet und fertig. Dann noch aufgeräumt, und ein beachtliches Tagwerk ist vollbracht. "Bis Montag haben wir den Rest geteert, einschließlich von 400 Metern Feldweg in der Nähe. Die Deckschicht kommt in 14 Tagen drauf. Danach kann die Sperrung aufgehoben werden", sagt Schmitt. Auch Abteilungsleiter Josef Arens vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Gerolstein geht von einer Aufhebung der Sperrung "mit Beginn der Osterferien Mitte April" aus. Bis dahin sind vor allem noch die Bankette herzustellen sowie sonstige Arbeiten entlang der generalsanierten Straße zu erledigen.

Dann ist eine Baustelle beendet, die Anfang Oktober vergangenen Jahres begonnen und eigentlich bereits bis Weihnachten hätte weitgehend abgeschlossen sein sollen. Zumindest so weit, dass die Strecke wieder für den Verkehr hätte freigegeben werden können. Doch das stellte sich als Wunschdenken heraus. Denn nicht nur der frühe Wintereinbruch mit viel Schnee, sondern bereits der späte Baustart (trotz frühzeitig vorliegenden Baurechts) sprachen dagegen.

Nun aber haben das Rumpeln und die Umwege für viele Autofahrer, die Gerolstein umfahren möchten, bald ein Ende. Auch der Inhaber des Forsthauses Kasselburg, Roland Schmitz, der wegen der langen Bauzeit über zehn Prozent weniger Gäste geklagt hatte, erwartet sehnsüchtig die Aufhebung der Straßensperrung. Er sagt: "Es wird Zeit, dass sie fertig werden." Spätestens mit Beginn der Osterferien in zwei Wochen erhofft er sich freie Fahrt. "Und gutes Wetter", sagt Schmitz.

EXTRA

GRüNDE FüR DIE SANIERUNG DER K 33



Die Kreisstraße 33 führt von Pelm nach Gerolstein-Bewingen und mündet beim Industriegebiet Gerolstein in die Landesstraße 29. Auf dem Serpentinenabschnitt zwischen dem Spielplatz in Pelm und der Kasselburg befand sie sich seit Jahren in einem sehr schlechten Zustand. Daher hat der Kreis im Spätsommer den Auftrag für einen vollständigen Ausbau des rund 900 Meter langen Teilstücks vergeben. Den Zuschlag erhielt die Firma Kohl-Bau aus Bitburg. Ihr Angebot über rund 367 000 Euro war das günstigste. Der Kreisnettoanteil (nach Abzug der Landesförderung) beträgt knapp 78 000 Euro. Das Land steuert den Löwenanteil von knapp 300 000 Euro bei.mh