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Organisatorische Leiter haben einen neuen Kollegen in ihren Reihen. Einer kommt, andere gehen: Altgediente Mitstreiter sind in den Ruhestand verabschiedet worden sind.

Rettungswesen : Ein starkes Rettungsteam für alle Notlagen im Vulkaneifelkreis

Organisatorische Leiter haben einen neuen Kollegen in ihren Reihen. Einer kommt, andere gehen: Altgediente Mitstreiter sind in den Ruhestand verabschiedet worden.

(red) Landrat Heinz-Peter Thiel hat vor einigen Tagen Christian Schneider aus Boxberg zum Organisatorischen Leiter Rettungsdienst ernannt. Der Bereitschaftsleiter im DRK-Ortsverein Daun wird damit auch Ehrenbeamter auf Zeit. „Ich freue mich sehr darüber, dass wir jetzt jemanden mit Ihrer Erfahrung und Qualifikation auch aus dem östlichen Teil des Vulkaneifelkreises mit in unserem Team haben. Im Falle von Großeinsätzen haben Sie eine sehr wichtige und verantwortungsvolle Aufgabe zu übernehmen, dafür danke ich Ihnen“, sagte Thiel bei der Ernennung.

Nach dem Amtseid händigte der Landrat die Ernennungsurkunde aus und zeigte sich überzeugt, dass sich die Bevölkerung auch bei größeren Vorfällen auf die Kompetenz des Leitungsteams verlassen kann. Der Boxberger ist einer von neun Organisatorischen Leitern im Landkreis Vulkaneifel. Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst bildet zusammen mit dem Leitenden Notarzt die Einsatzleitung Rettungsdienst und trägt im Einsatzfall die medizinische und organisatorische Gesamtverantwortung. Beim Zusammenwirken von Rettungsdienst und Einheiten des Brandschutzes wird die Einsatzleitung Rettungsdienst Bestandteil der Technischen Einsatzleitung (TEL).

Bei Großschadensereignissen ist es das vorrangige Ziel, die bestmögliche Versorgung sicherzustellen. „Dazu muss schnell und kompetent die medizinische Lage eingeschätzt und umgehend Schlüsse daraus gezogen werden. Beispielsweise müssen Rettungswagen und Notärzte in ausreichender Zahl organisiert werden, Behandlungsplätze festgelegt oder auch ein Hubschrauberlandeplatz für den Rettungshubschrauber gefunden werden“, erläuterte Kreisfeuerwehrinspekteur Harald Schmitz.

Zeitgleich nahm Landrat Heinz-Peter Thiel die Entpflichtung von drei erfahrenen Organisatorischen Leitern vor. Nach dem Brand- und Katastrophenschutzgesetz Rheinland-Pfalz ist mit Erreichen des 63. Lebensjahres die Entpflichtung aus dem Dienst des Organisatorischen Leiters vorzunehmen.

In diesem Zuge wurden Udo Horn, Dieter Krämer und Hans-Gerd Otten verabschiedet. Alle drei waren seit Juni 1997 als Organisatorische Leiter tätig.

Wenn schnelle Hilfe gefordert ist: Der Organisatorische Leiter Rettungsdienst bildet zusammen mit dem Leitenden Notarzt die Einsatzleitung Rettungsdienst und trägt im Einsatzfall die medizinische und organisatorische Gesamtverantwortung. Foto: dpa/Nicolas Armer

Als langjährige, erfahrene Leiter und Mitglieder des Rettungsdienstes können sie somit auf das ein oder andere größere Ereignisse zurückblicken – auch an solche, an die man nicht besonders gerne zurückdenkt. Dennoch blieben besonders der Chlorgasunfall mit 22 Verletzten im Schwimmbad des Center-­Parcs in Gunderath, ein Hotelbrand in Daun oder ein Zugunglück in Hohenfels-Essingen in Erinnerung. „Stetiges Engagement, unermüdliche Einsatzbereitschaft auch bei Tag und Nacht, dass zeichnet Ihre Arbeit aus. Als Koordinator, Leiter der medizinischen Einsatzkräfte und Bindeglied zwischen dem Sanitätsdienst und der örtlichen Einsatzleitung sind die Organisatorischen Leiter unabdingbar. Vielen Dank für Ihre wichtige Arbeit, ganz im Sinne des Ehrenamtes und damit aller Vulkaneifelerinnen und Vulkaneifeler“, verabschiedete Thiel die drei Ehrenamtler im Beisein der Geschäftsführerin des DRK-Kreisverbandes Vulkaneifel, Diana Peters, Kreisfeuerwehrinspekteur Harald Schmitz sowie dem Sprecher der Organisatorischen Leiter im Landkreis Vulkaneifel, Günther Lorig. Geistlichen Beistand leistete Pfarrer Andreas Paul, der im gleichen Zuge die Einsegnung der neuen Katastrophenschutzfahrzeuge und der Technischen Einsatzleitung vornahm.