Ortsbürgermeisterin Rita Hoffmann Kalenborn-Scheuern Freiwillige helfen

Gesellschaft : Starker Tag für ein Leben in der Eifel

Die neu gewählte Ortsbürgermeisterin Rita Hoffmann hatte die Bewohner von Kalenborn-Scheuern zu einem Herbstaktionstag aufgerufen. An ihm nahmen mehr Freiwillige teil, als erwartet. Sie brachten das Gemeindehaus, den Kindergarten und die öffentlichen Anlagen auf Vordermann.

Drei Säulen hatte jüngst der erste Dorfaktionstag in Kalenborn-Scheuern mit insgesamt 380 Einwohnern. Zunächst gingen die Arbeiten an neun verschiedenen Punkten über die Bühne – „und zwar reibungslos“, wie die Ortsbürgermeisterin Rita Hoffmann (52) betonte. Dann trafen sich alle Helfer zum Fototermin an der neu errichteten Infotafel. Schließlich versammelte sich die ganze Schar im Jugendraum, wo es reichlich Essen und Getränke gab.

„Dieser Tag hat so viel gebracht und kostet die Gemeinde keinen Cent“, erklärte Rita Hoffmann dem Trierischen Volksfreund. Jeder habe sein Handwerkszeug mitgebracht – vom Traktor mit Anhänger über die Motorsäge und die Gartenschere bis zum Putzeimer und Gläsertuch. Und außer den Sponsoren von Fleisch (Marlies Diederichs) und Getränken (Hedwig und Matthias Kuhl) hätten sich etliche weitere Kalenborner und Scheuerner mit Suppen, Salaten, Brot und Kuchen oder Geldspenden an dem Helferessen beteiligt.

Mehr als 60 Menschen zwischen elf und 82 Jahren waren im Einsatz (darunter der Ehemann, die vier Kinder, die Mutter und zwei Brüder von Rita Hoffmann). Jeder Haushalt war per Flyer informiert und eingeladen worden. Die Gruppen stellte die Ortsbürgermeisterin selbst zusammen. „Ich kenne hier ja alle und weiß, was jeder am besten kann“, meinte sie.

Nun ist auf den beiden Spielplätzen wieder alles in Ordnung, ebenso im Umfeld der kürzlich frisch gestrichenen Kapelle. Das Gemeindehaus und der Kindergarten haben eine Grundreinigung erhalten, der Walnussbaum am Kindergarten ist „umgetopft“ worden, am Friedhof sind die Fichtenstämme zerlegt und die Holzstücke gelagert, beziehungsweise abtransportiert worden. Alle öffentlichen Anlagen sind herbst- und winterfest gemacht, die Gullischächte von der Jugendfeuerwehr gesäubert worden. „Da geht mir das Herz auf“, meinte Rita Hoffmann lachend. Und sagte: „Das ist ein Schritt in die richtige Richtung“ und „Heute ist ein starker Tag“.

Bleibt noch darauf hinzuweisen, dass es in der Doppelgemeinde mit Gemeinschaftssinn freie Baugrundstücke und mit Breitbandanbindung über Glasfaser gibt. So ist es zu lesen auf der neuen Tafel unter dem Motto „Leben in der Eifel“.

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