Ortsmitte in Oberelz neu gestaltet

Dorferneuerung : Ortsmitte in Oberelz neu gestaltet

Dorferneuerung in der Gemeinde ist nach sieben Jahren so gut wie abgeschlossen.

Viel Mühe und Zeit und um die 430 000 Euro an Zuschüssen, Geld der Gemeinde und von Privatleuten sowie Eigenleistung seien investiert worden, fasst Albert Grohnert die Entwicklung von Oberelz zusammen. „Aber es hat sich gelohnt“, meint der 64-Jährige, der sich seit 1995 kommunalpolitisch engagiert und kürzlich seine zweite Amtszeit als Ortsbürgermeister angetreten hat.

Seit 2012 läuft in der an der Grenze zum Landkreis Mayen-Koblenz liegenden Elztal-Gemeinde mit etwa 120 Einwohnern ein Dorferneuerungsprogramm (der Trierische Volksfreund berichtete mehrfach). Nun sei man an einer Schnittstelle angelangt, sagt Albert Grohnert. Die Baumaßnahmen seien im Wesentlichen abgeschlossen, erklärt er mit Blick auf Spiel- und Bolzplatz, Bushaltestelle, Umgebung der St.-Nikolaus-Kapelle und – als herausragendes Projekt – die Neugestaltung der Ortsmitte mit dem „Reutisch-Haus“ (siehe Info).

Wo ehemals an der Kreuzung Haupt- und Poststraße ein unansehnliches Haus und eine verfallene Scheune standen, hat sich eine Wandlung vollzogen. Mit einer Mannschaft von zwei Dutzend Männern, mit Bagger und Traktor war es an einem Samstag im Frühsommer 2017 losgegangen, war die Scheune abgerissen und der Schutt entfernt worden. „Ich erinnere mich sehr gerne an diesen Arbeitseinsatztag“, erzählt Grohnert. Die Leute seien motiviert gewesen, sagt er. Im vorigen Jahr war innen und außen am „Reutisch-Haus“ weitergearbeitet worden, waren ein neues Dach aufgesetzt, die Bruchsteingrundmauern und das Fachwerk saniert, neue Fenster eingebaut, die originale Haustür restauriert, ein Lagerraum und eine Begegnungsstätte geschaffen und eine öffentliche Toilette eingerichtet worden. Ein ehemals am Fuhrweg nach Retterath stehendes Eichenholzkreuz, das an den plötzlichen Tod eines unbekannten Passanten - etwa zur Bauzeit des „Reutisch-Hauses“ – erinnert und vor Jahren durch ein neues ersetzt worden war, befindet sich nun hier. In diesem Frühjahr war der Vorplatz an der Reihe; er präsentiert sich in modernem Charakter mit Steinkörben und Edelstahlgeländer.

Als die Ortsgemeinde kürzlich die Dorfbewohner zu einem Umtrunk am „Reutisch-Haus“ eingeladen hatte, waren auch Landrat Heinz-Peter Thiel und der Erste VG-Beigeordnete Peter Burggraaff mit von der Partie – „und sehr angetan von der neuen Oberelzer Ortsmitte“, sagt Grohnert stolz.

Was mit der oben erwähnten Schnittstelle gemeint ist, erklärt der Ortsbürgermeister so: „Es sind eine Reihe von baulichen Projekten umgesetzt worden, auch von Anwohnern. Nun soll überlegt werden, was zu Gunsten der Dorfgemeinschaft getan und wie Oberelz für Menschen von außerhalb interessanter gemacht werden kann.“ Auf Grohnerts Wunschliste steht ein Bauprojekt: dass die etwa neun Kilometer lange Lücke des Elztal-Radwegs, der über Oberelz führt, geschlossen wird. „Der Plan ist fertig, das Geld liegt bereit, meine Hoffnung, dass in diesem Jahr gebaut wird, schwindet allmählich“, sagt er.

Mehr von Volksfreund