Ostern kommen alle Schäfchen heim

Ostern kommen alle Schäfchen heim

GEROLSTEIN. Platz da: Im kommenden April, also nach den Osterferien, wird der Erweiterungsbau der Berufsbildenden Schule in Gerolstein bezogen. Für Schüler und Lehrer stehen dann 21 zusätzliche Räume – davon elf Klassenräume – und 40 PKW-Stellplätze zur Verfügung.

"Es läuft alles nach Plan", sagt Heinz-Peter Hoffmann von der Kreisverwaltung in Daun zur im Mai 2004 begonnenen Erweiterung der Berufsbildenden Schule (BBS) am Standort Gerolstein. Für das mit rund 2,75 Millionen Euro Gesamtkosten bezifferte Vorhaben ist der Kreis als Schulträger verantwortlich. Neben den reinen Baukosten von 2,15 Millionen Euro entfallen rund weitere 600 000 Euro auf die Planung, neue Parkplätze, eine neue Rettungstreppe und einen neuen Aufzug, um das Gebäude behindertengerecht auszustatten. Einige dieser Vorhaben hätten aber auch ohne Erweiterungsbau realisiert werden müssen. Und trotz des massiven Geldmangels vom Kreis herrschte auch im Kreistag sowie bei der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) Trier, die 1,3 Millionen Euro beisteuert, einhellig die Überzeugung, das Bauprojekt zu befürworten. Denn die erhebliche Raumnot der BBS Gerolstein ist schon seit Jahren ein Problem. Mit den zusätzlichen zehn neuen Klassen- und elf neuen Fachräumen in Gerolstein sind auch die Überlegungen vom Tisch, mehr Unterricht an den Standort Daun zu verlagern. Das neue Gebäude entsteht dort, wo früher die so genannte Direktorenvilla stand. "Wir hoffen, mit dem Erweiterungsbau endlich unsere Raumnot lösen zu können", sagt Oberstudiendirektor Heinz Brauns, Leiter der rund 1850 Schüler starken BBS, mit Verweis darauf, dass noch immer fünf Klassen im St. Matthias-Gymnasium untergebracht seien. Brauns: "Und diese Außenstellen würden wir gerne auflösen, da der Wechsel zwischen den Standorten in den kurzen Pausen immer mit Problemen behaftet ist.""Hier entsteht etwas Herausragendes"

So sollen nach dem Bezug des neuen Gebäudes die im Altbau frei werdenden Räume "komplett neu durchstrukturiert werden". Sprich: Die Holzwerkstatt wird nach Auskunft des Schulleiters ebenso vergrößert wie die Elektrowerkstatt, und auch für die Schulverwaltung wird mehr Platz geschaffen. Zudem: Vor dem Erweiterungsbau entstehen zusätzliche Parkplätze, und für die Busse werden eigens Parkbuchten angelegt - was laut Brauns ebenfalls "bitter nötig" ist. Daneben freut sich der Oberstudiendirektor darüber, "dass wir dank der neuen Räume und der Einrichtung künftig auf dem neuesten technischen Stand" sein werden. Pneumatik-Raum, EDV-Saal und moderne KFZ-Werkstatt sind die Stichworte, bei denen der "Techniknarr" Brauns ins Schwärmen gerät. Der Schulleiter ist nach eigenem Bekunden "absolut zufrieden" mit der Arbeit, und auch, wie während der Bauphase auf die Belange der Schule Rücksicht genommen werde. Sein Fazit: "Es ist schön zu sehen, das auch in Zeiten knapper Kassen der Bildung hoher Stellenwert eingeräumt wird. Hier entsteht etwas Herausragendes."

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