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Pandemie behindert Arbeit des Landesbetriebs Mobilität Gerolstein nicht

Infrastruktur in der Eifel : Corona ist im Straßenbau kein großes Thema

Die Pandemie hat die Arbeit des Landesbetriebs  Mobilität (LBM) Gerolstein nicht beeinträchtigt. 45 Projekte konnten umgesetzt werden, mehr als 2019. Und noch ist nicht Pause, auf einigen Baustellen in den beiden Eifelkreisen wird gebaut.

Was für ein Jahr: Seit gut neun Monaten bestimmt Corona das gesellschaftliche Leben, mal mehr, mal weniger. Doch ein Bereich scheint von der Pandemie kaum betroffen zu sein: der Straßenbau.

„Natürlich hat es Veränderungen und Anpassungen gegeben, aber bei der Umsetzung der Vorhaben hat uns Corona glücklicherweise keinen Strich durch die Rechnung gemacht. Auch die  Baufirmen haben sich auf die veränderte Situation schnell eingestellt und waren stets handlungsfähig“, zieht Josef Arens, beim LBM verantwortlich für die Umsetzung der Bauvorhaben, Bilanz.

In der Zentrale in der Gerolsteiner Brunnenstraße sind in der Regel um die 250 Projekte in Planung, 45 davon konnten laut Arens in diesem Jahr realisiert werden. Dafür standen rund 35 Millionen Euro von Bund, Land und den beiden Eifelkreisen zur Verfügung.

Corona ist aber natürlich nicht völlig spurlos am LBM vorbeigegangen, denn auch dort wurde nach der Devise verfahren, dass sich so wenig Leute wie möglich sich bei der Arbeit begegnen sollten. Die Mitarbeiter wurden auf das gesamte Zuständigkeitsgebiet verteilt, hatten ihre Schreibtische in den Straßenmeistereien, Zweigstellen und Niederlassungen oder waren im Homeoffice.

Etwas schwieriger als üblich war die klassische Öffentlichkeitsbeteiligung. „In den Räten wurde und wird nach wie vor über anstehende Projekte informiert, aber große Bürgerversammlungen waren unter den Corona-Bedingungen nicht möglich“, berichtet Bruno von Landenberg, stellvertretender Leiter des LBM. „Aber öffentlich informiert wurde wie gehabt, wenn auch in einigen Fällen über andere Kanäle.“

Wo wird denn derzeit noch gebaut? Was wird in diesem Jahr fertig, wo geht es 2021 weiter?

Bauprojekte im Vulkaneifelkreis: B 257, Wallenborn – Salm: Dort soll vor Weihnachten die Verkehrsfreigabe erfolgen. Damit ist dieser Abschnitt dann fertig gestellt. Im nächsten Jahr wird im zweiten  Bauabschnitt die Strecke ab dem Knotenpunkt in Richtung Bitburg noch einmal für einige Wochen voll gesperrt, bevor im dritten und damit letzten Bauabschnitt die L 29 in Richtung Salm gesperrt wird.

K 77, Ortsdurchfahrt Salm und freie Strecke in Richtung Birresborn: Der Ausbau ist fast fertig, die Strecke soll über den Winter für den Verkehr freigegeben werden. Im nächsten Jahr wird die Strecke dann aber wieder gesperrt. Dann wird die Ortslage in Salm noch ausgebaut.

B 410, Ortsdurchfahrt Kelberg-Hünerbach: Dort laufen Arbeiten im zweiten Bauabschnitt ab dem Knotenpunkt B 410/K 89 in Richtung Mayen. Geplant ist, dass die Arbeiten noch vor Weihnachten so weit fertig gestellt sind.

Knotenpunkt K 1/K 95, bei Höchstberg: Der Knotenpunkt zwischen Ulmen und Höchstberg wird gerade ausgebaut. Dort entsteht eine Linksabbiegespur. Außerdem wird die Einmündung aus Richtung Kötterichen an die Hauptfahrbahn angebunden. Die Strecke aus Richtung Kötterichen kommend ist voll gesperrt und wird über den Winter auch zu bleiben. Der Verkehr zwischen Ulmen und Höchstberg wird derzeit durch eine Ampel geregelt. Ziel ist es, vor Weihnachten noch so weit zu kommen, dass die Ampel über den Winter abgebaut werden kann.

K 59, Ortsdurchfahrt Brück: Die Ortslage in Brück ist ab der K 65 Richtung Heyroth momentan voll gesperrt, weil die VG-Werke mit dem Ausbau der Wasserleitungen begonnen haben. Voraussichtlich wird die Strecke aber über den Winter für den Verkehr freigegeben werden können.

L 24 Gerolstein-Müllenborn: Die Maßnahme wird aufgrund der großen Länge auf jeden Fall noch das ganze nächste Jahr andauern.

Sachstand Bauvorhaben im Eifelkreis: Abgeschlossen werden in diesem Jahr laut LBM folgende Vorhaben: die Erneuerung der Radwegbrücke auf der L 7 bei Hermesdorf, die Beseitungnen von Rutschungen auf der K 19, Ferschweiler - Weilerbach und auf der L 5, bei Seffern. Fertig werden der Ausbau der Oberbergstraße in Prüm sowie  die Arbeiten auf der L 12 in Pronsfeld.

2021 geht es weiter auf der B 50 mit der Erneuerung der Prümbrücke in Oberweis (weiter voll gesperrt für den LKW-Verkehr),  beim Großprojekt Nordost-Tangente Bitburg, auf der K 65 bei Baustert sowie mit dem Kanal- und Straßenbau K 33 und 34 in Sülm.

 Auf einigen Baustellen wird noch gearbeitet, deshalb gibt noch Sperrungen wie zum Beispiel zwischen Brück und Heyroth.
Auf einigen Baustellen wird noch gearbeitet, deshalb gibt noch Sperrungen wie zum Beispiel zwischen Brück und Heyroth. Foto: TV/Stephan Sartoris
 Trotz Corona liefen die Bauarbeiten in der Eifel an vielen Stellen weiter.
Trotz Corona liefen die Bauarbeiten in der Eifel an vielen Stellen weiter. Foto: tv/Fritz-Peter Linden

Hinzu kommen der Ausbau der K 76, Seffern-Schleid, der weitere Ausbau der K 91, Ortsdurchfahrt in Badem Richtung Pickließem und die Arbeiten auf der K 149 (Dasburg). Fertig wird der 1. Bauabschnitt (inklusive Brücke) auf der L 17 (Sellerich), laut LBM wird nichts mehr aufgerissen, der  Verkehr kann fließen. Die L 12 (Waxweiler, Brücke) ist provisorisch unter Verkehr, im Frühjahr geht’s weiter. Das gilt auch für die L 17 (Bleialf) und die L 10 (Brücke Gemünd).