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Pelm erledigt seine Haus-Aufgaben

Pelm erledigt seine Haus-Aufgaben

Zwar ist die Pelmer Finanzlage sehr schwach, dennoch soll die Gemeindehalle Schritt für Schritt saniert werden. Grund: Die Vereine sollen dort weiterhin aktiv sein können. Auch der Ortskern soll verschönert werden.

Pelm. Zur Sanierung der Mehrzweckhalle in Pelm wird die neue Gebührenordnung kaum beitragen, sagt Ortsbürgermeister Leo Meeth. "Das ist eine äußerst moderate Erhöhung, eigentlich die erste seit der Einführung des Euros und sie ist ausführlich mit den Vereinen, die die Halle nutzen, abgestimmt worden." Damals seien die Preise für die Vermietung der Halle einfach umgerechnet worden, "und wir haben nun die Preise etwas aufgerundet", sagt Meeth zu der Entscheidung des Gemeinderats des 1000 Einwohner zählenden Ortes. Denn eines will die Gemeinde mit aller Macht ermöglichen: "Die Vereine, die unsere Halle nutzen, sind für das Gemeinwohl unserer Kommune immens wichtig - und sollen weiterhin dort aktiv sein dürfen."
Trotz leerer Kassen werde über eine schrittweise Sanierung des mehr als 40 Jahre alten Gebäudes nachgedacht, sagt Meeth. Die Unterhaltung der Halle sei ohnehin ein Zuschussgeschäft, erklärt der Bürgermeister. "Heizung, Reinigung, Stromkosten - das alles kostet die Gemeinde rund 10 000 Euro im Jahr." Die Vermietung bringe nur einen Bruchteil der Unterhaltungskosten wieder ein. Nun wird zumindest darüber nachgedacht, die Glasbausteine, die vor fast einem halben Jahrhundert für Tageslicht im Gebäude sorgen sollten, auszubauen und die Wand weiter hochzuziehen. "Damit wir etwas an Heizungskosten sparen können", sagt Meeth.
Arbeiten sind ausgeschrieben

Pelm erledigt seine Haus-Aufgaben
Foto: vladi nowakowski (now) ("TV-Upload nowakowski"


Auch im Ortskern steht bald eine Veränderung an: In der Hauptstraße wird ein seit langem leerstehendes Gebäude abgerissen, das frei werdende Grundstück von rund 100 Quadratmetern wird an die drei Anlieger des baufälligen Hauses verkauft. "Wir sehen das als Ortsverschönerungsmaßnahme", sagt Meeth, "denn einen Teil der Kosten wird die Gemeinde tragen müssen." Gefördert wird der vom Gemeinderat einstimmig beschlossene Abriss zu 50 Prozent über die Dorferneuerungsmaßnahme, seitens der Bürgerschaft bestünden keine Einwände. "Die Arbeiten zum Abriss sind ausgeschrieben, und wir rechnen damit, dass wir in spätestens drei Monaten damit fertig sind." Der Ortsbürgermeister rechnet mit Kosten von insgesamt etwa 20 000 Euro für die Abrissarbeiten. "Die Anlieger kaufen Teile des Grundstückes und die Förderung hilft uns selbstverständlich auch weiter - dennoch wird etwas von den Kosten an der Gemeinde hängen bleiben."
Wie viel genau, das werde erst nach Beendigung der Ausschreibung feststehen.