Penny will zurück

DAUN. Vor drei Monaten verließ der Discounter Penny-Markt Daun, will aber nun bald wieder zurück in die Kreisstadt: Ein Neubau soll zwischen Bahnhof und Umgehungsstraße entstehen. Über das Vorhaben entscheidet der Stadtrat in seiner nächsten Sitzung.

Findet sich nun doch noch eine Verwendung des "Feuchtbiotops" zwischen Bahnhof und der Umgehungsstraße? Als Kino-Standort war das Grundstück, das der Stadt gehört, schon vor fast zehn Jahren vorgesehen, und auch McDonald's war das Areal angeboten worden. Beide Vorhaben scheiterten. Nun aber scheint es ernst zu werden mit der Bebauung des sumpfigen Geländes. Der Stadtrat wird in seiner Sitzung am 30. März darüber entscheiden, ob der Discounter Penny-Markt (gehört zur Rewe-Gruppe) sich dort ansiedelt. "Ansiedlung passt zum Gesamtkonzept"

Penny hatte erst Mitte Dezember nach vielen Jahren Präsenz in Daun die Filiale am Marktplatz geschlossen. Begründung: Der Markt entspreche nicht mehr den aktuellen Vorgaben des Konzerns, die Verkaufsfläche sei zu klein und "wirtschaftlich nicht mehr darstellbar". Allerdings hatte Penny Daun noch nicht völlig aufgegeben. Man sei auf der Suche nach einem geeigneten neuen Standort in der Kreisstadt, heißt es aus der Rewe-Zentrale in Köln. Der ist gefunden, und Stadtbürgermeister Wolfgang Jenssen freut sich darüber, dass es einen ernsthaften Interessenten für das Areal gibt. "Das Gelände wurde schon mehrmals angeboten, aber weder das Kinoprojekt noch die McDonald's-Ansiedlung konnten realisiert werden", so Jenssen auf Anfrage des Trierischen Volksfreunds. Die Ansiedlung des Discounters passe zur Gesamtplanung des Bahnhof-Umfelds und bringe der Stadt Vorteile. Jenssen: "Es ist vereinbart, dass die Parkplätze des Markts auch von Besuchern genutzt werden können, die zum Radweg wollen." Vor diesem Hintergrund sei auch vorgesehen, dass es eine Verbindung vom Penny-Parkplatz zum Bahnhof geben soll. Geplant ist auch eine (schon in der Vergangenheit geplante) Aussichtsplattform am Bahnhof. "Diese Dinge sind schon konkret mit Penny besprochen worden", berichtet der Stadtbürgermeister. Das Projekt wird in der Sitzung des Stadtrats am Donnerstag, 30. März, ausführlich vorgestellt. Zwar hat Jenssen auch schon kritische Töne zum Vorhaben gehört, aber er geht davon aus, dass die Mehrheit des Rats dem Vorhaben zustimmen wird: "Sowohl in der Bau- als auch in der Haupt- und Finanzausschuss-Sitzung hat es eine große Mehrheit für die Ansiedelung gegeben."