Personalmangel gehört bei der Bundeswehr zum Alltag

Personalmangel gehört bei der Bundeswehr zum Alltag

Der Standort Daun der Bundeswehr ist dem neuen Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum unterstellt. Dessen Inspekteur, Generalleutnant Ludwig Leinhos, hat sich nun in der Eifel informiert.

Daun/Berlin (red/sts) Anfang April hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen den neuen Organisationsbereich Cyber- und Informationsraum (CIR) offiziell in Dienst gestellt. Was auch den Standort Daun etwas angeht, denn das Bataillon Elektronische Kampfführung 931 ist seit Kurzem dem CIR unterstellt. Dessen Inspekteur, Generalleutnant Ludwig Leinhos, hat sich vor Ort über die Arbeit in der Heinrich-Hertz-Kaserne informiert.
Der Dienst dort besteht aus zwei Teilbereichen, der ortsfesten und der mobilen Fernmeldeaufklärung. Vor Ort geht es an 365 Tagen darum, Konflikte und Bedrohungen zu erkennen, noch bevor sie in den Nachrichten erscheinen.
Der mobile Teil des Bataillons übt in der Heimat, was im Einsatz den Alltag bestimmt. Im Auslandseinsatz schützen die Spezialisten der Elektronischen Kampfführung (Eloka) die Soldaten bei Patrouillen zum Beispiel vor der ferngesteuerten Auslösung von Sprengfallen und Minen, indem gegnerische Signale per Funk durch eine Art "elektromagnetische Glocke" unterdrückt werden. Bei den Gesprächen mit Generalleutnant Leinhos in der Kreisstadt ging es einer Pressemitteilung der Bundeswehr zufolge auch um das Thema Personal- und Nachwuchsgewinnung. Denn bei einem Bataillon wie dem in Daun mit einer sehr hohen Anzahl an Einsatztagen gehöre Personalmangel zum Alltag.
Nach Leinhos war Brigadegeneral Peter Richert, neuer Kommandeur der Eloka-Truppen, zu Besuch in der Eifel. Dabei wurde wurde das Fahnenband verliehen. Am Fahnenstock, direkt unter der Spitze angebracht, trägt das Band die Waffenfarbe und die Bezeichnung des Truppenteils, dem es verliehen wurde und ist nun Teil der Truppenfahne.