Pitter: Der Bart ist ab

Pitter: Der Bart ist ab

Kaum zu glauben, aber wahr: Nicht mal mehr zwei Monate bis zum Jahresende. Das bedeutet Stress für mich: Während andere sich wegen der Weihnachtsgeschenke ihren Kopf zerbrechen (für mich kein Problem, Walburga kriegt sowieso nix), bastele ich schon an guten Vorsätzen für 2011. Das ist echt Arbeit, glauben Sie mir, wenn man sich wie ich schon das Rauchen und das Trinken abgewöhnt hat.

Walburga meint nur schnippisch: "Du könntest ja mal deinen Typ etwas ändern." Wie sie das wohl wieder meint? Öfter baden? Noch öfter als ein Mal die Woche (Unterwäschenwechsel inklusive)? Das tut meiner zarten Haut nicht gut. Ein neuer Haarschnitt? Von Schnitt ist bei mir schon lange keine Rede mehr, geschickt verteilen ist angesagt.

Walburga lässt nicht locker: "Schau dir mal den Jenssen an, der ist mutig und hat seinen Schnurrbart abrasiert." Mensch, das ist doch die Nachricht der Woche (abgesehen davon, dass die CDU im Kreistag endlich neue Freunde gefunden hat und mal wieder einen Abstimmungssieg feiern durfte): Wolfgang Jenssen ohne Schnurres? Zeitzeugen berichten, dass er den schon 1950 in der Volksschule Schalkenmehren gehabt haben soll. "Er sieht gleich um einiges jünger aus, ich schätze ihn jetzt auf höchstens 68", ist Walburgas Einschätzung des bartlosen Dauner Stadtbürgermeisters. Mensch Walburga, was nutzen mir deine Tipps, habe weder Haupthaar noch Schnurrbart. Ich gebe auf, Walburga noch lange nicht: "Wie wäre es mit plastischer Chirurgie?"

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