POLIZEI

ADENAU: Drei Verkehrsunfälle mit schwer verletzten Motorradfahrern ereigneten sich nach Angaben der Polizei am Nachmittag des Ostersamstags, im Streckenabschnitt "Kesselchen" auf der Nordschleife des Nürburgrings.

Die Fahrbahn war an dem Tag trocken und sauber. Zunächst kam ein 20-jähriger Motorradfahrer aus dem Kreis Olpe, der zu schnell unterwegs war, am Anfang einer Linkskurve zu Fall. Er schleuderte quer über die Fahrbahn nach rechts gegen die Schutzplanke. Etwa 100 Meter später blieb er schwer verletzt liegen. Er musste mit dem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Ein Autofahrer, der hinter dem gestürzten Kradfahrer unterwegs war, bremste sein Fahrzeug ab und wich, um eine Kollision mit ihm zu vermeiden, nach links aus. Ein dem Auto nachfolgender 34-jähriger Motorradfahrer aus England wiederum erkannte die Situation zu spät und fuhr, ebenfalls, weil er zu schnell unterwegs war, auf den abbremsenden Wagen auf. Das Auto war zu dem Zeitpunkt mit einer Geschwindigkeit von rund 90 km/h auf der Fahrbahn unterwegs. Der britische Motorradfahrer wurde ebenfalls nach rechts in die Leitplanken geschleudert und musste ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sein Motorrad wurde schwer beschädigt. Bei einem dritten Unfall in diesem Streckenabschnitt wurde laut Polizei fünf Stunden später ein 60-jähriger Motorradfahrer aus Ahlen beim Überholversuch von einem norwegischen Autofahrer abgedrängt, wodurch der Motorradfahrer stürzte. Auch er wurde schwer verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Offensichtlich hatten sich nach Angaben der Polizeibeamten in der Zwischenzeit noch weitere Unfälle in diesem Bereich ereignet, worauf mehrere frische Einschläge in den Leitplanken schließen ließen. Diese Unfälle wurden jedoch, weil scheinbar niemand schwer verletzt wurde, nicht polizeilich aufgenommen.