Praktikantin bei Mord und Totschlag

Praktikantin bei Mord und Totschlag

Das Krimi-Festival Tatort Eifel startet bald. Celina Lender erfährt in ihrem Praktikum, wie viel Arbeit dahinter steckt.

Daun "Man hat sehr vielfältige Aufgaben: Ich habe Pressetexte geschrieben und geholfen, einige der Veranstaltungen zu organisieren", sagt Celina Lender. Die 23-Jährige studiert im sechsten Semester Kommunikation und Medienwissenschaften in Siegen. "Für den Abschluss brauche ich ein Praktikum, deshalb habe ich mich beworben", ergänzt die junge Frau aus Gerolstein. Und sie habe es nicht bereut, im Gegenteil: "Ich bin für einige Dinge komplett verantwortlich. Das ist einerseits eine Herausforderung, andererseits ein gutes Gefühl. Ich fühle mich bereits als Teil des Teams von Tatort Eifel."
"Wir hatten rund 15 Bewerbungen, alle hier aus dem Kreis" sagt Verena Bernardy, Pressesprecherin der Kreisverwaltung in Daun und mitverantwortlich für das Krimifestival. "Wir wollen ganz gezielt Leute hier aus dem Kreis ansprechen, denn das Praktikum soll auch der Anreiz sein, zu sehen, was hier vor Ort passiert", betont Bernardy.
Die junge Praktikantin hat auch bereits erste Kontakte mit dem Film- und Fernseh-Geschäft geknüpft: Für die Schimanski-Hommage "Mit dem Ruhrpott-Macho im Revier" hat Lender mit dem Erfinder der Serie Tatort, Gunther Witte, und dem Darsteller des Hänschen in den Schimanski-Filmen, Chiem van Houweninge, gesprochen. "Das war sehr spannend und ich war anfangs auch ganz schön aufgeregt. Aber im Lauf des Telefonats ging es, da beide sehr freundlich waren. Mit Herrn Witte habe ich eine halbe Stunde telefoniert, dabei hat er mir sogar viel Persönliches erzählt aus seiner Zeit in Köln und Berlin", berichtet die 23-Jährige. Für das persönliche Treffen am Veranstaltungstag fühlt sie sich gut gerüstet: "Ich werde bestimmt noch ein wenig Lampenfieber haben, aber wir haben nun ja bereits eine Basis", sagt sie.
Natürlich gehören aber auch weniger glamouröse Aufgaben zu ihrem Einsatz, wie etwa das Korrektur-Lesen von Flyern oder das Verteilen von Plakaten. Unterstützt wird die Praktikantin von Meike Welling, die seit Anfang Juli in der Pressestelle der Kreisverwaltung arbeitet. Gemeinsam kümmern sich die Beiden um neue Ideen zu Tatort Eifel, wie Preisrätsel für Facebook-Nutzer. Bei denen sind Bücher zu gewinnen, die mit dem Krimifestival zu tun haben.
"Durch die Veranstaltung lernt man viele Leute kennen, sei es von Film oder Fernsehen oder Unternehmer und Veranstalter hier vor Ort", sagt Welling und ergänzt: "Wir müssen einfach nur den Begriff Tatort Eifel nennen, dann öffnet sich eine Tür."
Das Festival zieht bei Krimifans. So sind zwei Veranstaltungen bereits ausverkauft: "Wenn Overbeck kommt" mit Roland Jankowsky sowie die Lesung "Mordseekrabben" mit Sandra Lüpkes. Auch für die Abschlussgala am 23. September gibt es nur noch wenige Karten. Celina Lender und Meike Welling werden in den kommenden Wochen viel zu tun haben, bis es mit der Eröffnungs-Revue losgeht, bei der am 15. September Schauspielerin Gudrun Landgrebe zusammen mit Arte Criminale Mördergeschichten und Killersongs im Dauner Forum >präsentiert. Für Celina Lender ist klar: "Tatort Eifel ist ne große Sache - nicht nur eifelweit."Extra: DIE HÖHEPUNKTE


Eröffnung am Freitag, 15. September, 20 Uhr, mit Gudrun Landgrebe, Forum Daun. Sonntag, 17.9., 20 Uhr: "Tod in Weimar", mit Dominique Horwitz, Kino Daun. Montag, 18.9., 20 Uhr: Schimanski-Hommage, Kino Daun. Mittwoch, 20.9., 20 Uhr, Filmpremiere Schwarz-Tatort, Kino Daun. Samstag, 23.9., 20 Uhr: Abendgala, Forum Daun. Das Fachprogramm steht unter dem Motto "Weltweiter Serienboom". Dazu gehören Diskussionen, Einblicke in den kriminalistischen Alltag und Entwicklungen neuer Stoffe wie "Alarm für Cobra 11". Mehr Infos: <%LINK auto="true" href="http://www.tatort-eifel.de" text="www.tatort-eifel.de" class="more"%>