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Premiere für Recyclingverfahren

Premiere für Recyclingverfahren

Seit Anfang Mai ist die Kreisstraße (K) 14 zwischen Udler und der Saxler Mühle gesperrt, nun ist das Ende der Arbeiten in Sicht. In dieser Woche wird die Deckschicht auf dem ausgebauten Stück aufgebracht und in voraussichtlich drei Wochen soll die Strecke wieder für den Verkehr freigegeben werden.

Udler/Saxler/Gillenfeld. Das Teilstück der K 14 vom Ortsausgang Udler bis zur Saxler Mühle war nicht nur in einem sehr schlechten Zustand, sondern auch zu schmal für heutige Bedürfnisse. Die Folge: Beim Begegnungsverkehr mussten ständig die Bankettbereiche befahren werden. Zusammenfassend konstatierte die Kreisverwaltung: "Im Gesamten ist die Verkehrssicherheit auf dem Streckenabschnitt in hohem Maße gefährdet. Ständige Flickarbeiten durch das Straßenunterhaltungspersonal sind nicht von Dauer und folglich unwirtschaftlich." Das gehört demnächst der Vergangenheit an: In voraussichtlich drei Wochen wird der im Mai begonnene Ausbau der rund 1,3 Kilometer langen Strecke fertig sein und der Verkehr wieder fließen können. Im Zuge des Ausbaus wird zudem eine unübersichtliche Kurve entschärft.Exakt 530 000 Euro kostet das Bauvorhaben, das von der Firma Lehnen aus Wittlich ausgeführt wird. 70 Prozent der Kosten werden vom Land Rheinland-Pfalz übernommen. Ursprünglich war vorgesehen, das Teilstück der K 14 um einen halben Meter zu verbreitern und dann überwiegend im so genannten "Hocheinbauverfahren" (Aufbringen einer 14 Zentimeter starken Trag- und einer vier Zentimeter starken Deckschicht) auszubauen. Eine Überprüfung hatte aber ergeben, dass der Straßenuntergrund dafür nicht ausreichend ist. Deshalb wurde für eine andere Art der Bauausführung entschieden. Erstmals ist beim Ausbau einer Kreisstraße das so genannte "Kaltrecyclingverfahren" zum Einsatz gekommen, ausgeführt von einer Spezialfirma aus dem Westerwald. Dabei wird zunächst der vorhandene Straßenaufbau aufgefräst, zu Granulat zerkleinert und anschließend mit einem Bindemittel vermischt. Die so entstandene Mischung wird dann in einem Arbeitsgang wiederum als Straßenuntergrund eingebaut. Dieses Verfahren ist einerseits zwar etwas teurer als das "Hocheinbauverfahren", hat aber anderseits viele Vorteile. Der alte Belag kann wiederverwendet werden, aufwändige Materialtransporte fallen weg, die Bauzeit wird deutlich kürzer, und es werden auch keine Gebühren für die Deponierung des alten Belags fällig.