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Premiere mit zwei Stars und vielen Bürgern

Premiere mit zwei Stars und vielen Bürgern

Ein Heimatfilm: Der SWR hat seinen ersten offiziellen "Eifelkrimi" (der TV berichtete) am Drehort Monreal im Landkreis Mayen-Koblenz gezeigt, vor der Ausstrahlung am Montag - und vor einem amüsierten Publikum. Mit dabei: Die Hauptdarsteller Diana Amft und Uwe Ochsenknecht.

Monreal. Premiere für "Der Bulle und das Landei" mit Bratwurst und Steaks: Es geht deftig zu am "Stellwerk" in Monreal, wo der Südwestrundfunk seinen ersten Eifelkrimi vor mehr als 200 Zuschauern aufführt.

Deftig und frisch: Draußen im Kühlen ist eine große Leinwand angebracht, vor der im Verlauf des Abends zunehmend fröstelnde - und zunehmend amüsierte - Zuschauer den "Bullen und das Landei" verfolgen. Die meisten sind aus Monreal, viele von ihnen als Komparsen im Film dabei.

Drinnen sitzen die geladenen Gäste - unter ihnen auch die zehn TV-Leser, die den Abend bei der gemeinsamen Aktion mit dem SWR gewonnen haben, wie Roswitha und Karl-Heinz Karst aus Uersfeld: "Ein sehr schöner Abend und eine sehr schöne Atmosphäre", sagt Roswitha Karst. "Alles war sehr gut organisiert, man kam sich nicht verloren vor und hatte von jedem Platz aus die Möglichkeit, alles zu sehen."

Nicht nur die Zuschauer, auch die Sender-Verantwortlichen sind offenbar sehr zufrieden mit dem Eifelkrimi. "Wir hängen sehr an dem Film", sagt Fernsehspielchef Carl Bergengruen. Und setze dabei ausdrücklich aufs Regionale: "Wir wollten einen Film machen, der hier angesiedelt ist. Für das gesamte Publikum - aber auch für die Leute hier."

Rund 80 Prozent des Films, sagt Regisseur Hajo Gies, seien in Monreal entstanden. Dass am Ende alles nach einer Fortsetzung aussieht, "das hab ich extra so gemacht". Ob es dazu kommt, hängt selbstverständlich auch von den Zuschauerzahlen am Montag ab.

Der Spruch des Abends lautet: "Danke, Monreal!" oder, wie es Moderator Michael Antwerpes ausdrückt: "Der Film wäre so nicht möglich gewesen, wenn ihn nicht die ganze Dorfgemeinschaft getragen hätte".

Über eine Forstsetzung muss noch verhandelt werden

 Zwei gut gelaunte Hauptdarsteller, die glatt in die Eifel zurückkämen: Uwe Ochsenknecht und Diana Amft. TV-Foto: Fritz-Peter Linden
Zwei gut gelaunte Hauptdarsteller, die glatt in die Eifel zurückkämen: Uwe Ochsenknecht und Diana Amft. TV-Foto: Fritz-Peter Linden



Was natürlich auch damit zu tun hat, dass der Ort im Film seinen Namen behalten durfte. Und wenn es tatsächlich zur Fortsetzung kommt? "Dann müssen wir neu verhandeln", sagt Karl-Heinz Heinrichs aus Monreal und lacht.

Auch er erinnert sich gern an die Dreharbeiten. Von Seiten der Schauspieler zum Beispiel habe es "keine Berührungsängste" gegeben. "Die waren fast nie für sich. Dafür ist das Dorf auch zu eng."

Nie für sich sind Uwe Ochsenknecht und Diana Amft auch an diesem Abend.

Und auch heute scheint es ihnen nichts auszumachen: Nachdem der Film unter großem Jubel zu Ende gegangen ist, schreiben sie Autogramme, plaudern mit den Besuchern - und stellen sich am Schluss noch einmal auf eine Biergarnitur, um sich bei allen zu bedanken. Vielleicht werde man das ja bald wiederholen, sagt Ochsenknecht - worauf der Applaus noch größer wird. Wie gesagt: ein gelungener Abend.

Der Film "Der Bulle und das Landei" läuft am Montag, 10. Mai, im 20.15 Uhr im Dritten.