Probefahrt für reibungslosen Schulbusverkehr

Kniffliges Teilstück der Großbaustelle: Ab nächster Woche beginnt der Ausbau der Raderstraße (L 29) in Gerolstein zwischen dem Schwimmbadparkplatz und der Einmündung der Lissinger Straße. Der Bereich wird komplett gesperrt, die Schulbushaltestelle wird aber - wenn auch auf einem Umweg - angefahren.

Gerolstein. "Es wird alles reibungslos verlaufen." Zuversichtlich blickt Bernd Schmitz, Leiter des Ordnungsamts im Gerolsteiner Rathaus, dem Beginn des vierten Bauabschnitts der Raderstraße ab kommenden Montag entgegen. Dieser reicht von der Einmündung der Lissinger Straße bis zum Schwimmbadparkplatz. Über den wiederum muss man fahren, um die Bushaltestelle für die Grund- und Realschule plus zu erreichen.

Probefahrt mit großem Bus



Da die Strecke für die kommenden drei Monate gesperrt wird, haben Stadt, Landesbetrieb Mobilität (LBM) und die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) Vorsorge getroffen. Schmitz: "Wir haben eine Probefahrt mit einem extra großen Bus gemacht, um zu sehen, ob wir überall durchkommen. Und das hat hervorragend geklappt."

Denn: Um die Schule stets erreichen zu können, wurde der Übergang vom dritten auf den vierten Bauabschnitt exakt in die Mitte des Schwimmbadparkplatzes gelegt. So kann die Bushaltestelle entweder über die obere oder - wie die nächsten drei Monate - die untere Zufahrt angesteuert werden.

Ab Montag wird es so sein, dass die Schüler ausschließlich von "unten" zur Schule gebracht werden; also über die Bahnhof- und die Raderstraße, die bis morgen fertig asphaltiert sein wird. Die Kinder aus dem südlichen Einzugsgebiet (wie dem Kylltal) werden über die Lissinger Straße, die Jahnstraße und entlang der Tennisplätze und dem Schwimmbad zur Schule gebracht. "Damit der Bus gut durchkommt, wird in der Jahnstraße ein einseitiges Halteverbot eingerichtet", berichtet Schmitz. Anwohner und Schule seien bereits vor zwei Monaten über die anstehenden Änderungen informiert worden.

Projektleiter zieht positive Bilanz



Der vierte Bauabschnitt ist etwa 210 Meter lang. Es wird ein neuer Kanal für die Straßenentwässerung verlegt. Dazu wird ein bis zu einem Meter tiefer Graben gezogen und wenn nötig das Erdreich ausgetauscht. Es werden ein neuer Gehweg gebaut und die Fahrbahndecke erneuert.

Projektleiter Markus Jaax vom LBM: "Nächste Woche wird mit Abschnitt vier begonnen, parallel dazu wird die Deckschicht im Abschnitt fünf asphaltiert. Danach geht es sofort an Abschnitt sechs ran. Bis Ende des Sommers ist alles fertig." Seine Bilanz nach zehn Monaten Bauzeit und rund 75 Prozent erledigter Arbeiten fällt positiv aus: "Wir liegen finanziell im Rahmen und auch zeitlich, obwohl uns der frühe Frost zugesetzt hat." Auf die Frage, ob die Baustelle viele Probleme bereitet hat, sagt Jaax: "Nein, nur im Vorfeld ist deutlich mehr abgestimmt worden als üblich, da es große Bedenken gab."

volksfreund.de/videos

EXTRA

DETAILS ZUM BAUPROJEKT



Kosten: Der Ausbau der Raderstraße (L 29), den die Firma HTI aus Daun-Pützborn erledigt, kostet knapp 2,2 Millionen Euro. Davon übernehmen das Land 1,2 Millionen Euro, die Stadt Gerolstein 790 000 Euro und die Verbandsgemeinde-Werke 190 000 Euro. Bauabschnitte: Die rund 1,4 Kilometer lange Baustelle ist in sechs Bauabschnitte unterteilt: Abschnitt eins (von der Bahnhofstraße bis zur Einmündung Hauptstraße) und Abschnitt zwei (weiter bis zum Rathaus) sind fertiggestellt. Abschnitt drei (vom Rathaus bis zum Schwimmbadparkplatz) wird diese Woche fertig, Abschnitt vier (weiter bis zur Lissinger Straße) wird Montag begonnen. Im fünften Teilstück (von der Lissinger Straße bis zum Burgring) muss nur noch die Deckschicht asphaltiert werden. Abschnitt sechs (vom Burgring bis oberhalb der Schulen) ist noch komplett in Angriff zu nehmen.

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