Prosit auf 40 Jahre des guten Miteinanders
Steffeln/Daun · Der Arbeitskreis (AK) Hauswirtschaft Daun wurde vor 40 Jahren gegründet. Ein Anlass, gemeinsam den Vulkangarten in Steffeln zu besuchen und im Vulkanhotel zu feiern. Und schließlich in Freundschaft Adieu zu sagen. Denn den AK wird es in Zukunft nicht mehr geben.
Letzte Amtshandlung als Vorstand des AK Hauswirtschaft: Die Vorsitzende Christa Kalitzki (Dritte von links) und ihre Mitstreiterinnen (von links) Gisela Kees, Helene Schmitz, Angela Simon, Marianne Ackermann und Christel Jutz geben bei der 40-Jahr-Feier bekannt, dass der AK als Institution aufgegeben wird. TV-Foto: Brigitte Bettscheider
Foto: Brigitte Bettscheider (bb) ("TV-Upload Bettscheider"Steffeln/Daun. "Et janze Zömmer voll geballter Frauenpower!", staunte die Mundartschriftstellerin und -sängerin Sylvia Nels aus Rittersdorf (Eifelkreis Bitburg-Prüm). Etwa 40 Mitglieder und Gäste des AK Hauswirtschaft hatten sich nach dem Besuch des Vulkangartens in das Restaurant des Vulkanhotels begeben, hatten die Führung durch Martina Berg (Touristikfachwirtin und Inhaberin des Hotels) gelobt und das regional und jahreszeitlich geprägte und von Sylvia Nels' Gesang begleitete Menü mit einer Kräuterbowle eröffnet.
"Prosit auf 40 Jahre", sagte die AK-Vorsitzende Christa Kalitzki und hielt einen unterhaltsamen und informativen Streifzug durch die Geschichte des AK. "Arbeitskreis der Hauswirtschaftsmeisterinnen" hieß die Organisation ursprünglich. Die Lehrerin Anneliese Reh (heute 94 Jahre alt) hatte die Idee, den AK zu gründen, und 37 Frauen waren im November 1975 ihrem Aufruf gefolgt. Anfang der 1980er Jahre öffnete sich der AK auch für andere an der Hauswirtschaft interessierte Frauen, die Mitgliederzahl stieg auf über 70.
Zwar hätten sich der Umbau der Landwirtschaftsschule Daun und die nicht besetzte Stelle der Leitung der Hauswirtschaft seinerzeit negativ ausgewirkt, räumte Christa Kalitzki ein. Doch Aufwind habe sich wieder eingestellt. Es entstand ein enger, anregender Kontakt zu den AK Trier und Morbach, und das 1990 eingeführte Jahresprogramm stieß auf viel Resonanz. Zu Rennern und Dauerbrennern wurden die Teilnahme am "Tag der Frau" in Koblenz, die Veranstaltung "Haltepunkt im Advent" und das Angebot "Backen mit Kindern".
Seit aber im Jahr 2004 der Beratungsstützpunkt in der ehemaligen Landwirtschaftsschule in Daun aufgegeben worden sei, habe dem AK das "Zuhause" gefehlt, bedauerte die Vorsitzende. Heute habe der AK noch 48 Mitglieder, die meisten über 60, einige über 80 Jahre alt, erklärte Christa Kalitzki. "Wir haben uns lange damit auseinandergesetzt, wie es mit dem AK weitergehen soll", sagte sie. Schließlich habe die Initiatorin Anneliese Reh ihnen mit den Worten "Alles hat seine Zeit" empfohlen, den AK in seiner bisherigen Form nicht mehr weiterzuführen.
Geballte Frauenpower
Was aber den AK so besonders gemacht habe - "das gute Miteinander, die wertvollen Gespräche und Begegnungen, die langjährigen Freundschaften, die Unterstützung in schweren persönlichen Zeiten", solle beibehalten werden, betonten Christa Kalitzki und ihre Vorstandsmitarbeiterinnen Marianne Ackermann, Christel Jutz, Gisela Kees, Helene Schmitz und Angela Simon unter dem Beifall der "geballten Frauenpower".