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Prüfung: 13 weitere Stimmzettel gültig

Prüfung: 13 weitere Stimmzettel gültig

GEROLSTEIN. (mh) Die von der Kommunalaufsicht angeordnete teilweise Nachzählung der Stimmzettel der Stadtratswahl in Gerolstein hat keiner Partei einen Vor- oder Nachteil gebracht. Lediglich innerhalb der Wählergruppe (WG) Möller gab es eine Verschiebung: Listenführer Gerd Möller verdrängte Hans-Joachim Stief von Platz 3.

Die Kommunalaufsicht Daun hatte nach einem Einspruch des Grünen Tim Steen die Nachzählung verfügt. Erneut überprüft werden sollten alle 122 bislang als ungültig gewerteten Stimmzettel und eine repräsentativen Auswahl derer, bei denen es zu Unstimmigkeiten wegen Mehrfachbenennungen und mehrerer Listenkreuze gekommen war (der TV berichtete). Im Gerolsteiner Rathaus sind dieser Tage nun aber alle 3217 Stimmzettel nachgezählt worden. Der zuständige Mitarbeiter Hans-Josef Hunz sagte dem TV : "Wo wir nun erneut am Brett waren, haben wir uns zu der umfassenden Prüfung entschlossen." Ergebnis: 13 zusätzliche Stimmzettel wurden nun als gültig gewertet. Dabei handelt es sich um solche, bei denen mehrere Listen angekreuzt waren (was unzulässig ist) und zusätzlich Personenstimmen vergeben wurden. Diese Personenstimmen aber müssen gewertet werden. Hunz: "Am Ergebnis der einzelnen Parteien und somit an der Sitzverteilung ändert sich nichts, Verschiebungen gab es lediglich an der dritten Stelle hinter dem Komma." Demnach bleibt Alles beim Alten: CDU (13 Sitze), SPD (5), WG Möller (3), UWG (2) und Grüne (1). Nur innerhalb der WG Möller ist es zu einer Verschiebung gekommen: Gerd Möller ist auf Platz 3 (der einen sichereren Stadtratsplatz bedeutet) vorgerutscht, zu dem ihm nach der ersten Auszählung eine Stimme gefehlt hatte. Hans Joachim Stief (neu 924/alt 921 Stimmen) rutschte auf Platz 4 ab. Er zieht dennoch in den Rat ein, da Listenführer Ewald Wollwert, der von 999 auf 1011 Stimmen zulegte, schriftlich seinen Mandatsverzicht erklärt hatte. Wollwert bezeichnet den Vorgang zwar als "sehr ärgerlich", auf eine weitere Prüfung will die WG Möller, die ihren Vorsprung auf die Grünen von 14 auf 35 Stimmen ausgebaut hat, aber verzichten.