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Pützborn freut sich auf sein neues Bürgerhaus

Pützborn freut sich auf sein neues Bürgerhaus

Der Antrag für die Bezuschussung läuft, Ausschreibungen für 2018 geplant, Baubeginn kann aber erst 2019 sein.

Daun-Pützborn Das Bürgerhaus in Pützborn, es ist eine unendliche Geschichte. Das heutige Gebäude wurde Mitte der 50er-Jahre als Gefrierhaus errichtet und später zum Bürgerhaus umgebaut. Sagenhafte 30 Jahre dauern die Planungen für eine Sanierung schon an. Und das vor dem Hintergrund, dass der beliebte Dauner Vorort mit 1060 Einwohnern auch der größte ist.
Doch das alte Bürgerhaus ist alles andere als ein Vorzeigeobjekt. Mit gerade einmal 60 Sitzplätzen (bei der alljährlichen Kappensitzung mit Bänken kann die Pützborner Narrenschar rund 100 Gäste begrüßen) ist es für viele Veranstaltungen einfach zu klein, es ist in weiten Teilen marode und für viele Senioren ist der Saal wegen der vielen Treppenstufen schlichtweg nicht erreichbar.
Das beklagen die Bewohner des größten Stadtteils von Daun schon lange. Pläne gab es genug, sogar über ein neues Bürgerhaus in der alten Wäscherei Küster im Gewerbegebiet wurde nachgedacht, was sich aber zerschlug, da die Kommunalaufsicht hier nicht mitmachte.
"Das war auch gut so, das Gebäude und Mauerwerk war total faul", weiß Ortsvorsteher Johann Strunk. Doch nun geht die Sanierung des Bürgerhauses in die entscheidende Phase. Der Förderantrag wurde kürzlich von der Kreisverwaltung über die Kommunalaufsicht an die Landesregierung gesandt.
Was wird gemacht? Das Äußere des Gebäudes bleibt in seinen Maßen erhalten, angebaut wird ein Vorbau beim bisherigen Eingang der auch einen Aufzug beinhaltet, damit behinderte Mitbürger in den oben liegenden Saal kommen. Zum Vorbau gehört auch noch ein ebenerdiger und stufenloser Eingang. "Das war für mich das wichtigste Kriterium, damit man das Gebäude barrierefrei erreicht", sagt Johann Strunk. Das Haus soll für die Sanierung vollständig entkernt werden, das Dach und die Fenster werden erneuert, neue Elektrik und Wasserzuleitungen werden installiert; ebenso wird die Heizung von bisher Nachtspeicheröfen wahrscheinlich auf Erdgas umgestellt. Es gibt auch neue und größere Fensterflächen. Die Küche wird erneuert, es wird einen Abstellraum und neue sanitäre Anlagen geben. Im Untergeschoss wird der Jugendraum und eventuell ein kleiner Versammlungsraum geschaffen. Dafür muss die Feuerwehr aber weichen, sie bekommt ein anderes Gebäude im Dorfkern. Der Saal wird nur marginal von bisher 79 auf 86 Quadratmeter anwachsen, die Sitzplatzzahl wird von 60 auf 70 anwachsen. "Das reicht für uns, die Bewohner des Pützborner Hang haben wenig mit dem Dorf zu tun und identifizieren sich nicht damit. Ich bin auf jeden Fall sehr zufrieden und stehe voll hinter diesen Planungen", sagt Strunk.
Das Gesamtvolumen der Sanierung beläuft sich auf knapp 700 000 Euro, wobei bis zu 65 Prozent aus Mitteln der Dorferneuerung des Landes bezuschusst werden sollen. Es wurden rund 30 000 Euro an Eigenleistungen in die Kostenrechnung eingerechnet, rund 30 Pützborner haben sich bereit erklärt, bei den Abrissarbeiten Hand anlegen zu wollen. Den Rest der Bausumme trägt die Stadt Daun. Bisher hat die Stadt rund 12 000 Euro Planungskosten bezahlt.
Vermutlich erst Ende des Jahres kann mit einem hoffentlich positiven Bescheid der Landesregierung gerechnet werden.
"Wir können also höchstens im Frühjahr 2018 mit den Ausschreibungen beginnen, die Fertigstellung dürfte erst Ende 2019 sein", erklärt Ortsvorsteher Johann Strunk. Er freut sich über die Resonanz auf das Thema Sanierung Bürgerhaus. "Das Bürgerhaus hat die Bürger von Pützborn schon sehr emotionell bewegt, das hat eine Umfrage von mir ergeben. Praktisch jeder hatte vom Bürgerhaus was aufgeschrieben. Die sind froh, das endlich einmal was gemacht wird", sagt der Ortsvorsteher.