Pulvermaar: Umbau geht in die letzte Runde

Pulvermaar: Umbau geht in die letzte Runde

Während in Kelberg und Gerolstein die Freibäder geöffnet sind, müssen sich die Gillenfelder noch in Geduld üben. Voraussichtlich Mitte Juli wird das Schwimmen in Maar und Nichtschwimmerbecken möglich sein.

Daun/Gerolstein. "Endlich Sommer, endlich ins Freibad!" - das denken sich angesichts der Temperaturen, die wieder der Jahreszeit angemessen sind, wohl viele Vulkaneifler. Das Naturbad am Schalkenmehrener Maar und die Freibäder in Hillesheim und Gerolstein gehen frisch gewartet in die Saison, auch am Gemündener Maar tut sich was: Im August starten dort die Modernisierungsarbeiten am Nichtschwimmerbecken (der TV berichtete). Parallel dazu kann nach wie vor im Maar geplanscht werden.

Neue Terrasse steht bald zur Verfügung: Das Naturfreibad am Pulvermaar ist für den Publikumsverkehr aber noch geschlossen: Es wird noch gebaut. "Es ist eine sehr umfangreiche Maßnahme, mit der leider erst im April begonnen werden konnte", liefert Ortsbürgermeisterin Heike Hermes eine Begründung. "Dafür kann sich das Ergebnis am Ende aber sehen lassen, da sind wir uns sicher." Gelegenheit, sich das bereits Erreichte anzuschauen, gibt es ab Samstag. Ab dem 6. Juli kann die neu gestaltete Pulvermaarterrasse besucht werden, kündigt Hermes an. Aber damit nicht genug: Auch das Bootfahren und die Nutzung des Babybeckens ist ab diesem Tag wieder möglich.
Rutsche ist die neue Attraktion: Und wie steht es mit dem Schwimmen? "Der Badebetrieb muss leider noch ein wenig warten. Voraussichtlich Mitte Juli wird aber auch das Schwimmen in Maar und Nichtschwimmerbecken möglich sein", sagt die Ortsbürgermeisterin. Zu den neuen Attraktionen des Freibads gehört eine Rutsche.
Auf der acht Meter langen Spezialanfertigung können die Badegäste vom Ufer künftig direkt ins Maar schlittern. Das Freibad am Pulvermaar ist beliebt weit über die (nahe) Kreisgrenze hinaus. So wurden im vergangenen Jahr etwa 23 000 Besucher gezählt. Zum Vergleich: Am Gemündender Maar waren es 13 500 Badegäste.
Der Gastronomiebereich wurde bereits mit neuen Fenstern ausgestattet, das Dach saniert. Schäfer ist von den ortsansässigen Firmen, die auf der Baustelle arbeiten, begeistert: "Sie haben das innerhalb nur weniger Monate realisiert - das ist eine herausragende Leistung."

EU steuert 30 Prozent bei: 758 000 Euro kostet die Modernisierung des Naturfreibads. Die Europäische Union zahlt 30 Prozent der Rechnung, den Rest teilen sich Ortsgemeinde und die Verbandsgemeinde (VG) Daun.
Die Gillenfelder haben lange auf die aus Sicht der Gemeinde unverzichtbare Modernsierung warten müssen. Und als dann endlich die Finanzierung gesichert schien, geriet sie noch einmal ins Wanken. Hintergrund: Das Land teilte mit, kein Geld für die Sanierung des Freibads zu geben. Auf einen Zuschuss von 50 Prozent hatte die Gemeinde gehofft. Als der nicht kam, übernahmen VG und Gemeinde die entstandene Lücke.
Öffnungszeiten und Preise: ab voraussichtlich Mitte Juli täglich von 10 bis 20 Uhr. Erwachsene zahlen 3 Euro, Kinder und Jugendliche 1,50 Euro.

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