1. Region
  2. Vulkaneifel

Radfestival: Neuer Termin, neue Strecken

Radfestival: Neuer Termin, neue Strecken

Termin und Programm stehen: Nach langem Hin und Her wegen der für dieses Jahr geplanten Straßenbaumaßnahmen in Gerolstein haben sich Veranstalter und Stadt nun auf einen neuen Zeitpunkt und neue Streckenführungen für das fünfte Radsportfestival geeinigt. Termin ist am 19. und 20. Juni.

Gerolstein. Bei der fünften Auflage des Gerolsteiner Radsportfestivals ist vieles anders: Erstmals werden die Radrennen für Jedermann nicht im Mai, sondern im Juni (19. und 20.) veranstaltet. Zudem sind Start und Ziel an der Berufsbildenden Schule (BBS) und somit auf der anderen Kyllseite und relativ weit vom Stadtkern entfernt.

Beides hängt mit einem für 2010 geplanten großen Straßenbauvorhaben in Gerolstein zusammen: dem Ausbau der Raderstraße (L 29), der im Frühjahr beginnen und etwa ein Jahr in Anspruch nehmen soll. Deshalb sind der bisherige Start- und Zielbereich und die "Partymeile" auf dem Brunnenplatz exakt betroffen.

Hans-Peter Böffgen, Geschäftsführer der Touristik- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft (TW) Gerolsteiner Land und verantwortlich für die Organisation der Strecken sowie des Programms sagt: "Das Festival in dieser Form und zu diesem Zeitpunkt ist ganz klar ein Kompromiss, der dem Straßenbauprojekt Raderstraße geschuldet ist." So sei auch darüber gesprochen worden, das Festival für ein Jahr auszusetzen. "Da hatte der Veranstalter (die Firma Ley Events aus Hamburg; Anmerkung der Redaktion) aber Angst, dass es dann stirbt", berichtet Böffgen.

Eigentlich sahen sich die Veranstalter nach dem großen Umbruch Ende 2008 - mit dem Ausstieg des Delius-Klasing-Verlags (Magazin "Tour") als Veranstalter sowie des Gerolsteiner Brunnens als Hauptsponsor - im vergangenen Jahr mit dem reformierten Festival auf dem richtigen Weg.

Denn zwei statt drei Tage Veranstaltung, der Umzug auf den Brunnenplatz und mehr Programm für die breite Masse einerseits sowie andererseits eine bereits eingespielte Zusammenarbeit mit zahlreichen Feuerwehren bei der Sicherung der bewährten Marathonstrecken bedeuteten zweierlei: Zum einen Aufwand und auch die Kosten zu minimieren und zum anderen nicht nur für Radsportbegeisterte, sondern für eine breite Masse "eine tolle Party in der Innenstadt auf die Beine zu stellen", wie es Böffgen als Ziel ausgegeben hatte.

Für dieses Jahr wird die Latte wieder ein wenig tiefer gehängt. "Denn wir müssen ein vollkommen neues Streckenkonzept erarbeiten", sagt Böffgen. Es muss mit den Anliegern der gesperrten Strecken (und das sind bei vier Marathon-Distanzen zwischen 50 und 200 Kilometern viele) gesprochen werden.

Ein Beispiel: Im Vorfeld muss klar sein, wann, wo, welche Pflegekraft bei welchem Patienten einen Hausbesuch auf der abgesperrten Strecke abstatten muss. Böffgen: "Bislang war das bereits alles bestens eingespielt. Jetzt haben wir komplett neue Strecken und müssen daher mit gut einem Dutzend neuer Wehren Kontakt aufnehmen."

Infos unter www.gerolsteiner-radsport-festival.de.