Radler, so weit das Auge reicht

Radler, so weit das Auge reicht

Rund 1600 Mountainbiker machten am Samstag die Vulkaneifel rund um Daun zum Radfahrmekka. Der 15. Vulkanbike war der am besten besuchte nach der Pause im Jahr 2012. In der Region hoffen viele darauf, dass die Radler als Urlaubsgäste wiederkommen.

Daun. Samstagmorgen in Daun: Auf allen Straßen und Wegen begegnen dem Brötchenkäufer Radler, genauer gesagt, Mountainbikefahrer. Allein und auch in Gruppen. "Wo geht es denn zum Start?", fragt ein Holländer nervös. Dabei hat noch 20 Minuten Zeit, um aus dem Liesertal über die sogenannte Eselsbrücke am Forum vorbei zum Marktplatz zu radeln.
Wie bereits am Freitagabend ist dort kaum einer der vielen roten und gelben Liegestühle mehr frei. Kurz bevor es mit ihrer anstrengenden Tagesaufgabe losgeht, entspannen sich viele Sportler noch einmal. "Ich bin gespannt, was auf mich zukommt. In Holland können wir ja nicht so gut Berge trainieren", fiebert Edwin van de Ven seinem Vulkanbike-Debüt entgegen.
Noch am Vorabend genossen Hunderte im und vor dem Festzelt den lauen Spätsommerabend. Anders als in den vorangegangenen Jahren spielte das Wetter so mit, dass niemand wegen Kälte von der Vulkanbike-Party flüchtete. Nachdem Olympiasiegerin Sabine Spitz, die wegen einer Knieverletzung nicht mitfahren konnte, die Gewinnerin eines Mountainbikes gezogen hatte, sorgte die Gerd-Blume-Show dafür, dass das Zelt noch proppenvoll blieb.
Während Beschäftige des Dauner Krankenhauses ihren Ausflug vor der Bühne tanzend ausklingen ließen, ging in den Wohnmobilen der vielen angereisten Mountainbiker das Licht aber aus. Denn am Samstag ab 9 Uhr heißt es im Halbstundentakt in vier Gruppen: Start frei! Mehr als 1885 Radsportler aus 17 Nationen stehen in der Meldeliste des 15. Vulkanbike-MTB-Marathon. Die meisten aus Deutschland, aber auch jeweils nahezu ein Viertel aus den Niederlanden (423) und Belgien (328).
1520 Sportler im Ziel


Nach den guten Voranmeldezahlen hatte Organisationsleiter Markus Appelmann von der Agentur inmedia darauf gehofft, dass die 2000-Teilnehmer-Marke fallen würde. Ganz so viele Spätentschlossene kamen trotz besten Wetters am Samstagmorgen dann zwar doch nicht. Letztlich kamen 1520 Sportler ins Ziel und damit deutlich mehr als 2015 (1329).
Und die Touristiker, Gastronomen, Hoteliers, Bäcker, Metzger und Einzelhändler hoffen natürlich darauf, dass viele von ihnen nach den schönen Eindrücken während des Vulkanbikes als Urlaubsgäste zurückkehren. Mehr Teilnehmer, Sonnenschein und Temperaturen nahe 30 Grad am Mittag bedeuten natürlich auch für die Helfer an den Verpflegungsstationen mehr Arbeit.
"Wir sind froh, dass es so warm ist. Wir haben schließlich auch schon den ganzen Tag im Regen gestanden", erzählt Peter Schlömer. Der Dauner schneidet mit einer Gruppe vom Motorsport-Club Daun am Anstieg oberhalb von Mehren Äpfel, Bananen und Energieriegel in mundgerechte Happen und füllt Wasser, Elektrolytgetränke und Cola in Becher. Die Jugendlichen, die den Mountainbikern die Wasserbecher anreichen, haben ihren Spaß, wenn die Sportler diese über ihren Helm schütten: Vulkanbike bei sommerlichen Bedingungen ist noch besser als bei herbstlicher Witterung! teu