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Raffer gewinnt Rennen um 81 Eier

Raffer gewinnt Rennen um 81 Eier

Schönecken war einst das Vorbild, die Nerother haben inzwischen ihre eigene Eierlage zu einem Traditionsfest gemacht, das viele Zuschauer aus der Umgebung anzieht. Das immerwährende Duell Raffer gegen Läufer bei der 86. Eierlage entschieden diesmal die Raffer für sich.

Neroth. Der Wettergott war diesmal nicht auf der Seite der Nerother, denn der Himmel öffnete am Sonntagnachmittag seine Schleusen. "Sonst hatten wir immer Glück mit dem Wetter, aber diesmal meint es Petrus nicht gut mit uns", sagte Wehrführer Markus Dargel enttäuscht. Der Beginn der Eierlage musste verschoben werden in der Hoffnung, doch noch ein trockenes Wetterloch zu bekommen. Das kam dann auch mit über einer halben Stunde Verspätung.

Doch so viele Zuschauer wie sonst kamen angesichts des schlechten Wetters in die Heltenbergstraße beim Bürgerhaus, wo die Veranstaltung immer stattfindet. Also schnell die Eier ausgelegt, bevor der nächste Guss von oben kommt. 81 Eier sind es, welche die Männer der freiwilligen Feuerwehr, die das Fest ausrichtet, in ein Häufchen Sägemehl als "Nest" auslegen. Angetreten waren ein Läufer und ein Raffer. Für den Raffer galt es, die 81 Eier so schnell wie möglich einzeln aufzuheben, zurückzulaufen und in einen bereitgestellten Korb zu legen. Währendessen muss sein Konkurrent, der Läufer, eine Strecke von fünf Kilometern über Berg und Tal zurücklegen. Wer das zuerst packt, der ist der Sieger.

Als Vorlauf gab es noch eine Junioren-Meisterschaft, wo der Raffer 43 Eier aufsammeln muss, und der Läufer währenddessen 1650 Meter zurücklegt. Außerdem liefen noch Preisläufer beide Strecken. Im Juniorenwettbewerb traten Marcel Nolles als Läufer und Christian Lenzen als Raffer an. Raffer Christian schaffte es in 6,13 Minuten, die 43 Eier einzusammeln, Läufer Marcel Nolles brauchte mehr als eine Minute länger.

Beim Hauptwettbewerb maßen Marco Blum als Läufer und Rene Förster aus Gerolstein als Raffer ihre Schnelligkeit. Der Gerolsteiner war eigentlich nur aus Spaß auf die Frage eines Freundes angetreten. "Ich wusste gar nicht, wie das hier funktioniert bei der Eierlage, und normalerweise ist auch Laufen meine Stärke. Ich habe es mir dann kurz vor dem Start erklären lassen, was der Raffer tun muss", erklärte Förster. Einen Plan zum generalstabsmäßigen Einsammeln der Eier hatte er nicht. "Das ist Kopfsache", so sein Credo. Und das klappte vorzüglich. In 20,08 Minuten errang er den Sieg, und dafür gab es dann eine herzliche Umarmung von Mama Evelyn. Läufer Marco Blum brauchte genau eine Minute länger für seine Strecke.