Ran an die Kunden - mit Gebrüll!

Daun · Besondere Geräusche werden bald in Daun zu hören sein: Auf dem Marktplatz sorgt Wurst-Achim mit seinen Marktschreier- Kollegen für Stimmung. Zudem ist die Innenstadt am verkaufsoffenen Sonntag am 21. Juni Schauplatz für einen großen Trödelmarkt. Eine neue Kombination, die der Gewerbe- und Verkehrsverein testet.

 Die Marktschreier geben sich wieder in Daun die Ehre. Foto: Stephan Schuetze

Die Marktschreier geben sich wieder in Daun die Ehre. Foto: Stephan Schuetze

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Daun. Er ist seit jeher ein Publikumsmagnet: der Laurentiusmarkt, der traditionell zum Abschluss der Dauner Kirmes Anfang August stattfindet. Aber er ist nicht nur bei den Besuchern beliebt, sondern auch bei den Marktkaufleuten. Deren großes Interesse führte regelmäßig dazu, dass der Marktmeister (und Stadtbeigeordnete) Dieter Wilhelm vielen Händlern absagen musste, weil die Verkaufsfläche begrenzt war. Vor diesem Hintergrund wurde immer mal wieder über eine Erweiterung des Markts bis in die Wirichstraße nachgedacht, allerdings machte die Rhein-Mosel-Verkehrsgesellschaft (RMV) wegen der Buslinien, die durch die Stadt führen, bislang nicht mit. Dieses Hindernis besteht nun aber nicht: Die RMV wird kein Veto mehr einlegen. Damit kann auch nun ein lang gehegter Wunsch der Gewerbetreibenden in der Wirichstraße erfüllt werden. Dieter Wilhelm, der auch Vorsitzender des Gewerbe- und Verkehrsvereins (GVV) ist, freut sich: "Die Anlieger dort wollen schon seit Jahrzehnten eine Verlängerung des Markts."
Bis zum Laurentiusmarkt ist noch etwas hin, das nächste wichtige Ereignis für den GVV ist der verkaufsoffene Sonntag am 21. Juni. Der Termin im Sommer war bei den Mitgliedern in der Vergangenheit nicht unumstritten. "Deshalb haben wir uns ein neues Konzept überlegt. Das haben wir den Mitgliedern präsentiert, und es wurde mehrheitlich beschlossen, dass wir an diesem verkaufsoffenen Sonntag festhalten", berichtet der Vorsitzende.
Vier Jahre Pause


Bestandteil des neuen Konzepts sind alte Bekannte: die Mitglieder der Gilde der Marktschreier. Nach vier Jahren Pause kommen Wurst-Achim, der sich als "lautstärkstes Lebewesen der Welt" bezeichnet, und Nudel-Dieter wieder nach Daun, diesmal begleitet von Käse-Alex und Taschen-Ole. Ihr Einsatzort ist wieder der Marktplatz.
Neu am Konzept des GVV ist die Kombination mit einem Trödelmarkt. Der findet sonst am Bahnhof statt, nun aber haben die Händler in der gesamten Innenstadt die Möglichkeit, sich auszubreiten. In der Leopold-Burgfried-, Linden- und Wirichstraße werden die Stände zu finden sein. Der Dauner Klaus Manderscheid veranstaltet seit 20 Jahren solche Märkte, ein alter Hase im Geschäft also. Kein Wunder, dass er gelassen dem 21. Juni entgegen sieht: "Auch wenn der Markt nun in der Stadt stattfindet, ist nicht sonderlich viel mehr zu organisieren." Der GVV-Vorsitzende hat ein ehrgeiziges Ziel: "Wir wollen den größten Trödelmarkt in der Region bieten." Er hofft auf 80 bis 100 Händler, die mit zu einem attraktiven verkaufsoffenen Sonntag beitragen sollen. "Ich bin froh, dass sich die Mehrheit unserer Mitglieder für den Erhalt des verkaufsoffenen Sonntags im Juni entschieden hat", sagt Wilhelm. "Solche Termine sind in der Konkurrenz mit dem Internet heute wichtiger denn je." Auch wenn bei den verkaufsoffenen Sonntagen in der Regel nicht der ganz große Umsatz gemacht werde, "sind sie aus unserer Sicht das beste Instrument der Öffentlichkeitsarbeit für die Einkaufsstadt Daun."Extra

Marktschreier in Daun:Freitag, 19. Juni: 11 Uhr Eröffnung des Marktschreier-Gastspiels mit Fassanstich und Freibier auf dem Marktplatz sowie einem Marktschreierfrühstück für alle Gäste. 16 bis 18 Uhr Marktschreier-Wettbewerb. Samstag, 20. Juni: 12 Uhr Siegerehrung der besten Marktschreier. Sonntag, 21. Juni: Geschäfte sind von 13 bis 18 Uhr geöffnet, parallel dazu sind ein Trödelmarkt und ein Marktschreiermarkt. red

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