Raus ins Grüne, raus in den Schrebergarten!

Raus ins Grüne, raus in den Schrebergarten!

Nachdem die Leseratte die Bundesgartenschau in Koblenz besucht hat, ist er erfreut zu sehen, dass man gar nicht so weit weg fahren muss, um schöne Gärten und Blumen zu sehen. Denn auch hier in der Region gibt es Kleingartenvereine!

Bitburg. Als Lucky von seinem Besuch auf der Bundesgartenschau in Koblenz (Buga) wieder zu Hause angekommen ist, lässt er erst einmal all die verschiedenen Eindrücke, die er dort gewonnen hat, auf sich wirken. Er ist so begeistert von den verschiedenen Blumen, die er dort in jeder erdenklichen Farbe und Form gesehen hat, dass er am liebsten gleich noch mal nach Koblenz fahren würde. Umso enttäuschter ist er, als er erfährt, dass die Buga nur noch bis zum 16. Oktober geöffnet ist.
Selbst angebautes Gemüse


Nun sitzt Lucky betrübt in einer Ecke, obwohl er doch so gerne noch mal die schönen Pflanzen in Koblenz bestaunen würde. Während er nun so vor sich hingrübelt, wie er das Problem wohl lösen könnte, trifft er zufällig den Vorsitzenden des Kleingartenvereins, Bernhard Weber. Der erzählt der Leseratte, dass es Anlagen gibt, die aus ganz vielen kleinen Gärten bestehen - die sogenannten Schrebergärten. Dort kann man, genau wie auf der Buga, seine eigenen Blumen, Bäume und Salate anpflanzen. Gleich ist die Leseratte neugierig geworden, was so eine Anlage wohl mit sich bringt und vor allem, was es mit dem Namen auf sich hat. Die Gärten, so erfährt die Leseratte, wurden nach Daniel Gottlieb Moritz Schreber benannt. Aus seiner Idee sind vor mehr als einem ganzen Jahrhundert die heutigen "Schrebergärten" entstanden.
Was für eine gute Idee! Denn somit können sich auch Familien mit Kindern, die keinen Garten besitzen, eine Anlage mit einem dazugehörigen kleinen Haus kaufen. Allerdings, so betont Bernhard Weber, sei ein Schrebergarten natürlich in erster Linie dazu da, um Gartenarbeit zu betreiben. Deshalb sollte ein Teil des Grundstücks auch als Nutzgarten mit verschiedenen Pflanzen verwendet werden. Dies hat schließlich auch seine Vorteile. Denn wenn man sich als Gärtner richtig Mühe gibt, kann man sich das ganze Jahr über von seinem eigenen, selbst angebauten Gemüse ernähren. Das schließt jedoch nicht aus, die Anlage teilweise auch als Freizeitgarten mit Schaukel, Rutsche und Trampolin auszustatten.
Wenn Lucky sich das alles so anhört, bekommt er richtig Lust, in so einen Schrebergarten umzuziehen. Das sei offiziell allerdings nicht erlaubt, wie die Leseratte von Bernhard Weber erfährt. Trotzdem ist Lucky der Meinung, dass so ein Schrebergarten eine tolle Freizeitbeschäftigung ist, besonders als er hört, dass die Lauben auch im Winter genutzt werden können. "Die Wasserversorgung wird zwar Ende Oktober abgestellt, doch für viele Inhaber hat es auch seinen Reiz, sich während der kalten Zeit im Gartenhäuschen bei einem Kaminfeuer aufzuhalten", erklärt Bernhard Weber.
Vereine in der Region


Die Leseratte ist froh, so einen Kleingartenverein in seiner Nähe zu haben. Doch er erfährt, dass es hier in der Region noch weitere Vereine gibt. In Trier gibt es zwölf Kleingartenvereine, die dem Stadtverband Trier angegliedert sind. Neben dem Verein in Bitburg gibt es außerdem noch einen solchen in Konz. In der Region Vulkaneifelkreis und Kreis Bernkastel-Wittlich gibt es leider keine solchen öffentlichen Schrebergärten, da es teilweise an Platz und Interesse mangelt.
Zum Schluss betont Bernhard Weber allerdings noch, wie wichtig es ist, dass alle Inhaber sich auch an die gegebenen Vorschriften halten wie beispielsweise die Sauberkeit der Wege, damit alle Gärtner diese auch ungestört betreten können. Aber das, denkt sich die naturbegeisterte Leseratte, ist eine Regel, die man bei solch einem schönen Zeitvertreib auf jeden Fall befolgen kann.