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Reihe Klassiker auf dem Vulkan am Gemündener Maar

Konzertreihe : „Die Nacht der Tenöre“: Große Gefühle auf der Bühne am Gemündener Maar in Daun

Am Samstagabend boten die Organisatoren des Forums Daun in der Reihe „Klassiker auf dem Vulkan“ ein ganz besonderes Erlebnis für über 500 Fans des Operngesangs in der Eifel.

In der Oper ist der Tenor meist die tonangebende Stimmlage. Und spätestens, seit in den 1990er Jahren die Künstler Plácido Domingo, Luciano Pavarotti und José Carreras gemeinsam weltweit Millionen für diese Stimmlage begeisterten, sind Tenöre nicht nur in der Oper, sondern auch ohne Schauspiel und großes Orchester auf den Bühnen der Welt nicht mehr wegzudenken.

 Markus Elsner dirigierte das Orchester beim Abend mit gefühlvollen Opernarien am Samstag.
Markus Elsner dirigierte das Orchester beim Abend mit gefühlvollen Opernarien am Samstag. Foto: Hans Kilian Trant

In Daun waren es am Wochen­ende die Tenöre Han-Bo Jeon, Theodore Browne und Garrie Davislim, die unter musikalischer Leitung von Markus Elsner immer wieder große Gefühle aus Opern wie „Tosca“, Verdis „Aida“ oder „Turandot“ beim entspannt lauschenden Publikum auslösten. Pure Gänse­hautmomente vor einer traumhaften Kulisse inmitten eines Vulkan­kraters – das bekommt der Opernfan nur hier geboten.

Dabei erwies sich der kegelförmige Kratersee als perfekte akustische Fläche, da das Wasser den Klang trägt und im Kessel des Maars auf allen Plätzen – bestuhlt vor der Bühne sowie auf der Liegewiese – für eine exzellente Akustik sorgte.

 Konstanze und Daniela Schmitt aus Koblenz und Wittlich: „Schöne Veranstaltung – und man könnte noch mehr daraus machen.“
Konstanze und Daniela Schmitt aus Koblenz und Wittlich: „Schöne Veranstaltung – und man könnte noch mehr daraus machen.“ Foto: Hans Kilian Trant
 Anderson Klipp aus Gerolstein: „Super schön hier, ich komme wieder.“
Anderson Klipp aus Gerolstein: „Super schön hier, ich komme wieder.“ Foto: Hans Kilian Trant

Zur gemütlichen Klassikstimmung trug auch die mit gekonnt gesetzten Lichteffekten gestaltete Umgebung nach dem Sonnenuntergang einen großen Teil bei.

Die meisten Zuhörerinnen und Zuhörer machten es sich auf mitgebrachten Decken auf der großzügigen und ansteigenden Liegewiese des Freibads gemütlich – bei einem Glas Wein oder Sekt. Und auch das gibt es bei „Klassiker auf dem Vulkan“: Die Gäste, die mit einem Shuttlebus vom Parkplatz zum Eingang und zurück gebracht wurden, konnten ihre eigenen Speisen und Getränke mitbringen. So stand einem unvergesslichen Gesangserlebnis mit Picknickkorb nichts im Wege.

Wer seinen Wein und das Baguette nicht selber mitbrachte, wurde vom Catering der „Landküche“ aus Daun mit frisch zubereiteten lokalen Spezialitäten verwöhnt. So war es ein Genuss für Gaumen und Ohren, der für eine andere Klangfarbe sorgte, wo bereits die Kölner Kultband Brings vor einer Woche vor ausgeverkauften Rängen gerockt hatte.

 Die Bühne am Gemündener Maar während der „Nacht der Tenöre“.
Die Bühne am Gemündener Maar während der „Nacht der Tenöre“. Foto: Hans Kilian Trant

Am Freitagabend hatte Sänger Max Mutzke das Publikum in Daun in seinen Bann gezogen – mit breiter Unterstützung der SWR-Big-Band, mit seinen jazzigen Songs und einer gelungenen Mischung aus Virtuosität, verbunden mit Spielwitz und seiner typischen Spontaneität.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Nacht der Tenöre bei „Klassiker auf dem Vulkan“