Reisende werden wieder beeindruckt

Reisende werden wieder beeindruckt

ÜXHEIM-AHÜTTE. Die Burgruine Neublankenheim bei Üxheim-Ahütte ist wieder öffentlich zugänglich. Nach umfangreichen und teils schwierigen Arbeiten ist das Jahrhunderte alte Gemäuer jetzt saniert und vor dem drohenden Einsturz bewahrt. Maßgeblichen Anteil an der geglückten Sanierung hat der langjährige Landesdenkmalpfleger Günther Stanzl.

Der frühere Referats-Leiter beim Landesamt für Denkmalpflege zeigte sich bei der kleinen Eröffnungsfeier der Burgruine zufrieden über das Ergebnis. Der gerade pensionierte Stanzl (der TV berichtete) erklärte den Gä-sten, zu denen auch Landrat Heinz Onnertz und die Bürgermeisterin der Verbandsgemeinde Hillesheim, Heike Bohn, gehörten, den Werdegang der Arbeiten, aber auch die geschichtliche Bedeutung von Neublankenheim. So sei die um 1335 von Gerhard V. von Blankenheim gebaute Burg damals etwa doppelt so groß gewesen. Sie thronte direkt über einer alten Handelsstraße und habe, so Stanzl, wohl um vorbeiziehende Reisende zu beeindrucken, eine kunstvolle Architektur gehabt. Aber schon Ende des 16. Jahrhunderts konnte die Burg nicht mehr bewohnt werden und zerfiel langsam. Bis vor wenigen Jahren war die Ruine von Bäumen und Gestrüpp so verdeckt, dass sie kaum zu sehen und nur schlecht erreichbar war. Das hat sich jetzt gründlich geändert. Gleich zu Beginn der Bauarbeiten wurde das Gelände vor der Burg gerodet und ein Weg angelegt, erklärte Jürgen Mathar von der Verbandsgemeindeverwaltung Hillesheim. Mathar hat sich während der gesamten Bauphase intensiv um den Fortgang der Arbeiten gekümmert. In zwei weiteren Bauabschnitten konnten die maroden Mauern dann saniert werden.Kostenrahmen deutlich unterschritten

Zwei Jahre lang haben die Arbeiten insgesamt gedauert. Dabei konnte der ursprünglich geplante Kostenrahmen von 365 000 Euro deutlich unterschritten werden. Auf rund 270 000 Euro belaufen sich die endgültigen Kosten, von denen der Kreis Daun, als Besitzer der Ruine, einen Anteil von 12 500 Euro übernommen hat. Den Rest hat das Landesamt für Denkmalpflege getragen. Schon vor mehr als 20 Jahren gab es erste Überlegungen, die Burgruine wieder instand zu setzen, aber letztlich scheiterte es immer wieder an Finanzierungsproblemen. Jetzt ist die alte Ruine für Touristen und Einheimische wieder gefahrlos begehbar. Eine große Schautafel, von Günther Stanzl und Jürgen Mathar entworfen, erklärt Interessierten die Geschichte der ehemaligen Burg, ihren früheren Aufbau und weist auf die Sanierung hin. Für Stanzl ist Neublankenheim jetzt nicht nur "eine weitere Attraktion für Touristen", sondern auch ein "besonderes Dokument für die Geschichte der Eifel".

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