1. Region
  2. Vulkaneifel

Renaturierung des Bachs in Brück kostet rund 300000 Euro

Umwelt : Die Renaturierung des Bachs in Brück kostet rund 300 000 Euro

Rheinland-pfälzisches Umweltministerium fördert Renaturierung des Brücker Bachs.

(sts) Aus den Augen, aus dem Sinn? Nein, ganz in Vergessenheit geraten ist er nicht, der Brücker Bach, aber es ist ihm wie vielen anderen ergangen: Er ist teilweise unter der Erde verschwunden. Was sich bald ändern wird.

Noch fließt er im Ort unterirdisch durch ein Rohr, aber bis voraussichtlich Ende Oktober soll der Bach im Ortsteil Brück der Gemeinde Dreis-Brück nach Mitteilung des rheinland-pfälzischen Umweltministierums auf einer Länge von rund 150 Metern wieder offengelegt und naturnah umgestaltet werden sein.

„Das Projekt wird unseren Ortsteil Brück auf jeden Fall aufwerten“, freut sich Ortsbürgermeisterin Edith Löhr-Hoffmann. Vorbereitende Arbeiten hat es schon gegeben, ab dem Frühjahr sollen eine durchgängige Bachsohle aus Natursteinmaterial  und variierende Böschungsneigungen geschaffen werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Auch sei geplant, einen Fußweg entlang des Bachs anzulegen.

Für diese Maßnahmen innerhalb des Programms „Aktion Blau Plus“ des rheinland-pfälzischen Umweltministeriums stehen 304 900 Euro zur Verfügung, 10 Prozent der Kosten der Renaturierung des Gewässers trägt die Verbandsgemeinde Daun. Parallel dazu werden ober- und unterhalb der noch verrohrten Teilstücks Durchlässe umgestaltet, wodurch die Durchgängigkeit des Baches für Wasserlebewesen wiederhergestellt und der Hochwasserschutz verbessert wird. Diese Arbeiten werden größtenteils vom Landesbetrieb Mobilität finanziert.

Der Renaturierungsauftrag ist ausgeschrieben worden, elf Angebote sind bei der Verbandsgemeindeverwaltung eingegangen, den Zuschlag hat die Firma Ehlen Kohnen Tiefbau aus Kinderbeuern-Hetzhof (Kreis Bernkastel-Wittlich) bekommen. Sie wird dafür sorgen, dass das Teilstück des Brücker Bachs wieder ans Tageslicht kommt und statt wie derzeit unter dem Gelände weg, wird er künftig durch den Spielplatz fließen. „Bei der Gelegenheit wird es auch noch neue Spielgeräte geben“, kündigt die seit Mitte 2019 amtierende Bürgermeisterin an. Auch wird es einen abgegrenzten Bereich für die kleineren Kinder geben. „Wir sind sehr froh um dieses Projekt, denn es wird echt toll aussehen, da bin ich überzeugt“, sagt Edith Löhr-Hoffmann.

In jüngster Zeit hat es mehrere Vorhaben gegeben, die über das Aktion-Blau-Programm mitfinanziert wurden. So bahnt sich in Stadtkyll die Kyll ihren Weg in einem neugemachten Bett, der Ellscheider Bach kann wieder seinem natürlichen Lauf folgen, und im Dauner Stadtteil Pützborn freut man sich schon auf die Blütezeit im Frühjahr. Dort ist der Pützborner Bach in Höhe des Spielplatzes auf gut 300 Metern aufgebrochen, mit Basaltsteinen befestigt und die Böschung abgeflacht worden. Zudem wurde der Uferbereich auch mit etlichen Bäumen bepflanzt.