Rengener blieben unnachgiebig

Rengener blieben unnachgiebig

DAUN-RENGEN. Die Filialkirche St. Kunibert in Rengen wird 100 Jahre alt. Erich Willems hat ein Buch über die Geschichte des Gotteshauses geschrieben. An diesem Wochenende wird das Jubiläum gefeiert.

"Die Rengener Kirche ist ein lebendiger Mittelpunkt, auf den die Pfarrangehörigen mit Recht stolz sind", sagt Dechant Ludwig Gödert. Die Pfarrangehörigen haben sich ihre Kirche immer wieder etwas kosten lassen. Das sei in der Chronik festgehalten und von ihm selbst schon oft erlebt worden. Die Spendenfreudigkeit und die Bereitschaft zu Eigenleistungen seien bis heute bemerkenswert. Erich Willems, Verwaltungsratsmitglied, Organist und Chorleiter seit den 60er Jahren, hat zum Jubiläum ein Buch über die St. Kunibert-Kirche geschrieben.Chronik erzählt vom Einsatz der Rengener

Auf 160 Seiten berichtet er vom Bau des Gotteshauses in den Jahren 1903 und 1904. Er verzeichnet die Namen und Daten aller bisher tätigen Geistlichen und Kirchenbediensteten. Und er gibt einen Überblick über die Sanierungs- und Renovierungsgeschichte des Gotteshauses. Willems widmet besonderen Bemühungen der Dorfgemeinschaft ein eigenes Kapitel. Darin heißt es, dass sich die Rengener in den Anfangsjahren ihrer neu erbauten Kirche nachdrücklich und unnachgiebig dafür eingesetzt hätten, dass in ihr Sonntagsmessen gehalten werden. Mit liebevoller Akribie beschreibt der Chronist die Innenausstattung, die liturgischen Geräte und die vor wenigen Jahren angeschaffte Pfeifenorgel. Beim Kirchenbesucher hinterlässt vor allem die markante Gestaltung des Chorbogens Eindruck. Dort befinden sich im Reigen die Figuren der Heiligen Vierzehn Nothelfer, die noch aus der Vorgängerkirche stammen. Den örtlichen Vereinen und Gruppierungen bescheinigt Erich Willems, dass sie immer wieder Beiträge zur Erhaltung der Kirche und der kirchlichen Einrichtungen geleistet hätten: der Kirchenchor, die Freiwillige Feuerwehr, die Messdiener, die Sternsinger und der Handarbeitskreis. "Ohne deren Unterstützung könnten wir das Kirchenjubiläum in diesem Umfang nicht feiern", erklärt auch Josef Schäfer. Der Küster der St. Kunibert-Kirche und seine Frau Rita stehen bei der Vorbereitung des Fests an der Spitze. Das Jubiläum beginnt heute, Samstag, 10. Juli, 18 Uhr, mit einer kirchenmusikalischen Andacht, die vom Männergesangverein (MGV) Daun mitgestaltet wird. Ein Grund für die spontane Zusage des Vereins sei gewesen, dass auch bei der Einweihung der Kirche der MGV Daun mit von der Partie war, sagt Josef Schäfer. Um 19.30 Uhr beginnt der Kommersabend. Auf dem Programm stehen Musik-, Tanz- und Theatervorführungen, Ansprachen sowie ein Rückblick von Alois Mayer (Daun). Am Sonntag, 11. Juli, geht das Festprogramm um 10 Uhr mit einem Hochamt weiter. Das Buch "Die Filialkirche St. Kunibert in Rengen, 1904 bis 2004" kostet zehn Euro und wird in Rengen vor dem Fest sowie beim Jubiläum im Bürgerhaus zum Verkauf angeboten. Außerdem kann es beim Autor erworben werden: Erich Willems, Geranienstraße 6, 54550 Daun-Rengen, Telefon 06592/2892.

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