Restaurant „Graf Leopold“ auf der Dauner Burg hat erneut seinen Stern aus dem „Guide Michelin“ verteidigt

Gastronomie : Ein Stern leuchtet über der Dauner Burg - Erneute Auszeichnung für Restaurant „Graf-Leopold“

Das Restaurant „Graf Leopold“ im Kurfürstlichen Amtshaus auf der Dauner Burg hat erneut seinen Stern aus dem „Guide Michelin“ verteidigt. „Ein Stern ist natürlich ein Ritterschlag“, sagt Stefan Kessler.

Doch seit 2015 hat das hoch über der Kreisstadt gelegene Haus wieder einen Stern, was Hotelchefin Petra Probst freut. „Das ist schon schön und auch wichtig für unser Haus“, sagt sie. Doch jedes Jahr muss sich der aktuelle Küchenchef wieder der Aufgabe stellen, dass er den Stern auch verdient hat, wie Stefan Kessler, der seit Januar 2017 dabei ist.

Er sagt: „Ein Stern ist natürlich ein Ritterschlag, das war immer mein Ziel. Die Auszeichnung ist die eine Sache: Aber  man muss ja auch hart dafür arbeiten. Ich musste mir den Stern schon 2017 neu erkochen und habe ihn für nächstes Jahr verteidigt“, sagt der 25-Jährige, der aus Lasel im Eifelkreis Bitburg-Prüm stammt.

Er ist verbunden mit der Heimat, „ich war nie der Reisekönig“. Seit 2012 ist er in Daun in unterschiedlichen Funktionen tätig. „Ich kann mir nicht vorstellen, stundenlang im Büro zu sitzen. Kochen ist für mich ein Handwerk. Aber man muss für den Job brennen, mit Leib und Seele dahinter stehen“, sagt Kessler, der im Dauner Stadtteil Boverath wohnt.

Seine Philosophie in der Küche: „Was wir machen, ist Handwerk und basiert auf der klassischen  französischen Küche. Mit ist wichtig, dass man Geschmack auf dem Teller hat. Der Gast muss zufrieden sei, dass ist die Hauptsache.“

Fünf Kochgesellen, zwei Azubis und zwei Spüler bilden  sein Team in der Küche. „Nur zusammen können wir Höchstleistung bringen“, betont der Chef. Auf höchstem Niveau kochen, das ist für Kessler Aufgabe, Leidenschaft, Professionalität und Regionalität. „Wir haben viele regionale Lieferanten, verarbeiten viel Wild wie Hirsch, Reh oder Wildschwein aus der Region. Ich bin aus der Eifel und ich mag die Eifel. Wir haben hier so viele tolle Produkte.“

Der Michelin Stern trägt viel zum  Renommee bei, aber garantiert er auch ein volles Haus? „Teils, teils“, sagt Küchenchef Stefan Kessler. „Es schreckt auch Gäste ab, manche Leute heben eine gewisse Distanz zum Thema Sterne. Diese Hemmschwelle wegzubekommen, ist mir auch wichtig.“

Einmal im Jahr wird das Restaurant heimlich getestet. „Wann der Tester von Michelin kommt, weiß man nicht. Das kann jeder Gast sein. Wir müssen also jeden Tag 100 Prozent Leistung geben“, erklärt der 25-Jährige.

Er ist  übrigens in der aktuellen Michelin-Ausgabe der jüngste Ein-Sterne-Koch in Rheinland-Pfalz. „Das gibt einem noch den besonderen Kick“, sagt er.

Mehr von Volksfreund