Revolution im Zeichen von Facebook, Twitter und Internetblogs

Revolution im Zeichen von Facebook, Twitter und Internetblogs

Die grüne Revolution im Iran ist Thema des neuen Werks von Filmemacher Ali Samadi Ahadi, "The Green Wave". Am 3. Mai ist er in Hillesheim zu Gast. In der Eifel-Filmbühne stellt er den Film vor und beantwortet Fragen.

Hillesheim. Regisseur und Autor Ali Samadi Ahadi wurde 1972 in der nordiranischen Großstadt Täbris geboren. Mit zwölf Jahren kam er 1985 ohne Familie nach Deutschland. Er studierte in Kassel visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Film und Fernsehen und begann Ende der 90er Jahre seine Karriere als Filmemacher. Sein Dokumentarfilm "Lost Children", ein sensibles Porträt von vier Kindersoldaten im Norden Ugandas, wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Filmpreis 2006. Mit der Culture-Clash-Komödie "Salami Aleikum" gab er sein Spielfilmdebüt.
Ali Samadi Ahadi stellt am Dienstag, 3. Mai, um 20 Uhr seinen neuen Film "The Green Wave" in der Eifel-Film-Bühne vor.
Als bewegende Dokumentarfilm-Collage bebildert "The Green Wave" die dramatischen Ereignisse rund um die iranischen Päsidentschaftswahlen 2009. Facebook-Nachrichten, Twitter-Botschaften und eingestellte Internetvideos flossen in die Gestaltung des Filmes ein, und Hunderte echte Blogeinträge dienten als Vorlage für die Erlebnisse und Gedanken zweier junger Studenten, deren Geschichte sich als roter Faden durch den Film zieht. Der Film schildert ihre anfängliche Hoffnung und Neugier, ihre verzweifelte Angst und den Mut, trotzdem weiter zu kämpfen. Diese fiktiven Handlungsstränge wurden als Motion-Comic animiert - eine Art bewegter Comic - und umrahmen die Bilder der Revolution und die Interviews mit bedeutenden Menschrechtlern und Exil-Iranern. Ali Samadi Ahadis Dokumentarfilm ist eine aktuelle Chronik der grünen Revolution. red