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Rittersaal und die Kapelle

Rittersaal und die Kapelle

GEROLSTEIN. (vog) Vom 3. bis zum 24. November stellt Hobby-Fotograf Klemens Ringer mehr als 100 Exponate im Foyer des Gerolsteiner Rathauses aus. Der 55-Jährige hat bei den großformatigen Aufnahmen den Fokus auf die Kernstadt und die Stadtteile gerichtet.

Mitten in den Vorbereitungen für die Ausstellung findet Klemens Ringer in einer kleinen Pause Zeit für das TV-Interview. Er legt das eben gerahmte Foto beiseite. Jedoch unbeachtet bleibt die Aufnahme nicht. Sie zeigt ein altes, hölzernes Scheunentor, eingerahmt von Sandsteinelementen. Auffallend ist die pyramidenförmige Mitte des Sandstein-Torbogens. "Darin sind als Symbole die Werkzeuge eines Steinmetzes eingeschlagen. Das Element ist sicherlich mehr als 200 Jahre alt", vermutet Ringer. Die Rarität ist nicht größer als ein Ess-Teller. Viele Passanten werden das Kleinod über dem alten Scheunentor im Stadtteil Gees nicht wahrnehmen. Ringer hat viele faszinierende Details rund um die Brunnenstadt in Fotografien festgehalten. Auch Landschafts- und Pflanzenaufnahmen wird er im Foyer des Gerolsteiner Rathauses zeigen. Die Kernstadt und jedes der neun Stadtteile werden aus mehreren Blickwinkeln beleuchtet. Aus seinem Geburtsort Michelbach hat der Hobby-Fotograf Aufnahmen des Hauses "Keb", dessen Grundmauern wahrscheinlich aus dem 18. Jahrhundert stammen, und der Schule gewählt. Der Dorfjugend seines Wohnortes Gees widmet er eine Extra-Ausstellungsfläche. Den restaurierten Rittersaal hat Ringer ebenso fotografiert wie die renovierte Kapelle, die viele Jahre als Stall genutzt wurde. Das alte Krankenhaus von Gerolstein, die heutige Standortverwaltung, hat Ringer von der Munterley aus mit einem Teleobjektiv fotografiert. Er sagt: "Egal wie oft ich auf der Munterley stehe, ich sehe immer wieder was Neues." Zusätzlich zu den Fotografien hat der ehemalige Kommunalpolitiker Expertisen über jeden Stadtteil erstellt - mit Daten, Fakten, historischen Details und Sehenswürdigkeiten. Die Ausstellung wird am 3. November um 18.30 Uhr eröffnet. Bis zum 24. November können die Fotos während den Öffnungszeiten des Rathauses angeschaut werden. Der Fotograf wird immer mal wieder vor Ort sein. Gerne steht er auch für individuelle Führungen zur Verfügung. Termine unter Telefon 06591/5884.