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Rittersporn und Straußeneier

Rittersporn und Straußeneier

RETTERATH. Premiere und Publikumsmagnet: Großes Besucherinteresse fand die Ausstellung von Gemälden und künstlerisch gestalteten Straußeneiern, die Johann Peter Allroggen erstmals im Bürgersaal seines Wahlheimatortes zeigte.

Kaum wiederzuerkennen war der ansonsten eher nüchtern wirkende Saal im Bürgerhaus Retterath. Mit viel Gespür für die Präsentation seiner Kunstwerke hatte Johann Peter Allroggen den Raum in eine Galerie verwandelt, hatte dabei beachtet, dass der Besucher - ganz nach Belieben - in gebührendem Abstand oder aus nächster Nähe die großformatige Landschaft oder den Tautropfen auf der Rose betrachten könne. Ein Dutzend unter dem Motto "Federvieh" gestaltete Straußeneier und 130 Bilder waren zu sehen: die Kapelle von Oberelz, die Nürburg im Winter, eine alte Ansicht der Wallfahrtskirche Maria Martental, der junge Mario Adorf, Mohn und Martinszug, Rittersporn und Kapuzinerkresse. Vom Augenblick der Eröffnung an strömten aus der ganzen Region Scharen von Kunstfreunden in das Bürgerhaus. Darunter waren auch Bernadette Michels aus Mannebach und Stefan Kill aus Büdesheim. Bernadette Michels sagte dem Trierischen Volksfreund: "So habe ich den Bürgersaal noch nie erlebt. Die Bilder gefallen mir sehr gut, ich erkenne viele Motive aus meiner Heimat wieder." Stefan Kill ist am meisten beeindruckt von der Vielseitigkeit und Detailgenauigkeit Allroggens. Und er erklärt: "Ich finde es gut, dass die Ortsgemeinde sich für die Ausstellung stark gemacht hat. Das ist ein Pfund, mit dem sie wuchern kann." "Mit meinen Bildern möchte ich den Zauber der Natur wiedergeben und Erinnerungen und Sehnsüchte wecken", beschreibt der 1941 in der Nähe von Düsseldorf geborene und seit über 30 Jahren in Retterath lebende Maler seine künstlerische Ambition. "Ich bin ein glücklicher Mensch, denn ich habe das Talent bekommen, die Natur zu zeichnen, wie sie ist, und ich freue mich, dass meine Bilder so vielen Menschen etwas bedeuten", sagte Johann Peter Allroggen bei der Eröffnung. Es sei lobenswert, dass Allroggen "endlich einmal" in seinem Dorf öffentlich zeige, was er könne, meinte Bürgermeister Karl Häfner. Diesem Lob schloss sich sein Amtskollege aus Retterath, Josef Schüller, an. "Natürlich ist mir sein künstlerisches Schaffen schon lange bekannt, aber erst durch die Resonanz auf ein Dorfporträt im Fernsehen kamen wir gemeinsam auf die Idee, hier eine Ausstellung zu veranstalten", sagte der Ortsbürgermeister. Die Frauen der Gemeinderatsmitglieder und Leute aus den örtlichen Vereinen boten im Rahmen der Ausstellung Kaffee und Kuchen an; der Erlös soll in die Sanierung des Spielplatzes fließen. Ab 22. April sind Johann Peter Allroggens Bilder vier Wochen lang im Rathaus in Kelberg zu sehen. Die Vernissage ist um 11 Uhr. Kontakt zum Künstler: Telefon 02657/271.