Rotes Kreuz im Kreis feiert Jubiläum
Daun · Der Kreisverband Vulkaneifel des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hat am Sonntag auf dem Dauner Marktplatz sein 60-jähriges Bestehen gefeiert. Anlässlich der Jubiläumsveranstaltung übergab der Landkreis dem Roten Kreuz einen Betreuungs-Lastwagen.
Daun. Groß wurde der Geburtstag des DRK-Kreisverbands Vulkaneifel gefeiert. Auf dem Marktplatz stellte das Rote Kreuz sein breites Spektrum von Hilfs- und Dienstleistungen vor. Neben der Versorgung von Verletzten bei Unfällen oder Bränden hat sich der Kreisverband Vulkaneifel auch viele andere Aufgaben auf die Fahnen geschrieben.
Zuständig für Katastrophenschutz
Das reicht vom Menü-Service, der ambulanten Pflege durch die Sozialstation und dem Hausnotruf über Familienpflege und Bildung bis zu Erste-Hilfe-Schulungen sowie der medizinischen Schulung und Weiterbildung von Fach- und Hilfspersonal. Auch Yogakurse und Seniorengymnastik sowie die Altkleiderverwertung mit eigener Kleiderkammer gehören zum Angebot. "Vom ursprünglichen reinen Roten Kreuz haben wir unser Leistungsspektrum erheblich erweitert, zukünftig wollen wir unser Bildungsangebot auch noch vergrößern", sagt Norbert Kreten, Vorsitzender des DRK-Kreisverbands. Bei der Präsentation zum Jubiläum war auch die Notfallnachsorge dabei, die 2003 ins Leben gerufen wurde. 16 ausgebildete Mitarbeiter kümmern sich um die Hinterbliebenen von Unfallopfern. "Wir überbringen im Auftrag der Polizei oder des Notarztes die Todesnachricht und begleiten die Angehörigen in der Trauer. Rund 25 solcher Betreuungen haben wir im Jahr", sagt Michael Schulze von der Notfallnachsorge.
Seit vielen Jahren ist das DRK im Auftrag des Landkreises auch für den Katastrophenschutz zuständig. Zum Geburtstag gab es nun für den Kreisverband einen fast neuen Betreuungs-LKW, der einen Wert von rund 100 000 Euro hat und im Rahmen der neuen Ausstattungskonzeption des ergänzenden Katastrophenschutzes vom Bund dem Landkreis Vulkaneifel zur Verfügung gestellt wurde. Der umgerüstete LKW, der seinen Standort beim Ortsverein Daun haben wird, ist Bestandteil der "medizinischen Task Force", die gebietsübergreifend im Raum Trier aufgestellt wurde. "In dem Fahrzeug sind Decken, Tragen, Zelte und Feldbetten untergebracht. So können wir jetzt in einer Stunde 50 Personen, etwa eine größere Anzahl von Verletzten, versorgen", erklärt Sascha Singh vom DRK- Kreisverband.
Der Betreuungsdienst des DRK-Kreisverbandes Vulkaneifel verfügt mit diesem Fahrzeug über insgesamt zwei Betreuungs-LKW, die in Daun und Birresborn stationiert sind.