Rundum gut gelaufen

ÜXHEIM/DAUN. (bb) Jetzt sind sie beim Weltjugendtag (WJT) in Köln, zuvor waren sie Gäste in den beiden Dekanaten des Kreises Daun: knapp 300 Italiener und etwa 50 Australier.

Für das Dekanat Daun zogen Pastoralreferent Aloys Perling und Dekanatsreferent Thomas Reichert im Gespräch mit dem TV Bilanz. Im Dekanat Gerolstein-Hillesheim hielt Dechant Bruno Comes beim Abschlussgottesdienst in Üxheim Rückblick. Montag Vormittag in der Üxheimer Kirche: Eine junge Frau hebt ein selbst gemaltes Bild hoch, auf dem ein Känguru zum Sprung ansetzt. Aus der Gruppe der Australier, die sich zum gemeinsamen Singen im Chorraum versammelt haben, schwenkt ein Junge die Landesfahne. 14 Priester stehen um den Altar. Vorne sitzen junge Italiener auf dem Fußboden. Auf einem Tisch liegt ein Berg von Kräuterblumensträußen. Die Kirche ist überfüllt. "So einen Patronatstag hat diese Kirche sicher noch nie erlebt", sagt der Dechant und Ortspfarrer Bruno Comes zu Beginn mit dem Blick auf das Hochfest, das die Kirche an diesem Tag feiert, und zur Erinnerung an den Namen des Gotteshauses, in dem jetzt mehr Menschen sind, als die Pfarrei Mitglieder hat: Maria Himmelfahrt. Es ist nicht nur kirchliches Hochfest und Patronatstag, es ist auch einer der 30 zentralen Abschlussgottesdienste, die zu dieser Stunde im Bistum Trier gefeiert werden. Die "Tage der Begegnung" sind vorbei, jetzt geht's weiter nach Köln: D'r Papst kütt! "Welcome Australia, Benvenuta Italia, Willkommen Deutschland" - Dechant Comes hält die Eröffnung des Gottesdienstes in den Sprachen der Anwesenden, und so werden auch weiterhin alle Texte und Gebete auf Englisch, Italienisch und Deutsch gesprochen. In seiner Predigt erklärt er: "Wenn es an den Tagen der Begegnung überall so war wie hier bei uns, dann war es wirklich eine tolle Zeit." Die Vielfalt der Aktionen dokumentieren die Teilnehmer selbst, indem sie aus jeder Pfarreiengemeinschaft etwas beisteuern: aus Duppach das Tages-Evangelium, aus Jünkerath, Gerolstein und Hillesheim lebhafte Lieder, aus Stadtkyll Psalm acht als Choral, aus Birresborn zwei Fahnen und ein Kreuz, aus Niederehe fünf Bildtafeln, die nun zur Erinnerung an die "Tage der Begegnung" an die fünf Kirchen der Pfarreiengemeinschaft verteilt werden. Die Messe ist eine fröhliche, unbeschwerte Feier. Doch als es im Schlusslied heißt: "Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in Seiner Hand", macht sich deutlich spürbar auch Traurigkeit breit. Traurigkeit über das Ende der "Tage der Begegnung", die in den beiden Dekanaten des Kreises Daun offenbar rundum gut gelaufen sind. Das bestätigen auch Aloys Perling und Thomas Reichert, die nach einem Dreivierteljahr der Vorbereitung an vorderster Stelle nun sehr zufrieden sind. "Überall, wo Gäste waren, war auch was los", berichten sie aus den sechs gastgebenden Pfarreiengemeinschaften im Dekanat Daun. Sie loben die Zusammenarbeit mit den italienischen Betreuern, sie machen den Gastfamilien das Kompliment: "zuvorkommend, offen, flexibel", sie schwärmen von der guten Stimmung beim Bistumstag in Trier und beim Dekanatsfest in Daun. Und sie haben eine interessante Beobachtung gemacht: Von Tag zu Tag hätten sich immer mehr einheimische Jugendliche für die Gäste interessiert. Zudem gebe es eine unerwartet große Zahl von kurzfristigen Anmeldungen für den WJT. "Das resultiert mit Sicherheit aus den persönlichen Begegnungen mit den ausländischen Jugendlichen", meinen Perling und Reichert. Mehr zum Thema: SEITE 11

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