Sackgasse ist bald Geschichte

Sackgasse ist bald Geschichte

Rund zwei Millionen Euro investieren Land und Kommunen in die Sanierung der Bahnstrecke von Gerolstein nach Kaisers esch.

Daun/Gerolstein/Ulmen. (sts) Im kommenden Jahr wird die Eifelquerbahn von Gerolstein nach Kaisersesch wieder durchgängig befahrbar sein, zur Freude auch der Fahrer der historischen Schienenbusse, die auch auf dem letzten Stück ab Ulmen endlich wieder richtig "Tempo" (zulässige Höchstgeschwindigkeit der "Ferkeltaxis" auf der Eifelquerbahn: 60 Stundenkilometer) machen können. Das Teilstück bis Kaisersesch war teilweise so marode, dass nur Schritt-Tempo gefahren werden konnte, worauf sich die Vulkaneifel-Bahnbetriebsgesellschaft (VEB), die die Freizeitverkehre auf der Eifelquerbahn anbietet, entschlossen hatte, nur noch von Gerolstein über Daun bis Ulmen (und zurück) zu fahren. Die Sackgasse ist aber bald Geschichte: Derzeit läuft die Sanierung der 15 Kilometer langen Strecke zwischen Ulmen und Kaisersesch, die zum Teil durch den Landkreis Vulkaneifel (Höchstberg/Uersfeld Bahnhof) führt. Sieben Kilometer der Strecke werden komplett erneuert, der Rest wird saniert. Noch vor Weihnachten sollen diese Arbeiten abgeschlossen sein, hofft VEB-Geschäftsführer Jörg Petry. Fertig sein muss alles vor dem 1. Mai, denn dann geht es los mit den Wochenend-Feiertagsfahrten auf der erneuerten Strecke. In die Sanierung wird richtig Geld gesteckt: Rund zwei Millionen Euro, den Löwenanteil übernimmt das Land, aber auch die Kreise (Vulkaneifel, Cochem-Zell) und Verbandsgemeinden (Gerolstein, Daun, Ulmen, Kaisersesch), durch die die Strecke führt, beteiligen sich. Mit der 2008 wiederhergestellten Durchgängigkeit der 53 Kilometer langen Strecke hofft VEB-Geschäftsführer Petry auf mehr Fahrgäste als bisher: Erstmals soll eine Zahl von 30 000 erreicht werden.