"Saitensprünge" zum Auftakt

"Saitensprünge" zum Auftakt

DAUN. (bb) Zweifache geglückte Premiere im Haus der Jugend (HDJ): Die beiden Liedermacher Pascal Bähr und Alex Schmeisser landen mit ihrem Kleinkunstabend einen Volltreffer beim Publikum, und die HDJ-Leitung erhält die Bestätigung, dass das neue Konzept voll aufgeht.

"Ich lasse die beiden heute Abend erst nach Hause gehen, wenn ich sie für einen weiteren Auftritt verpflichtet habe", sagt Julia Tabert, seit Januar Leiterin des HDJ, am Ende der Veranstaltung. Das neue Konzept, das darauf baue, jungen talentierten Menschen die Bühne zur Verfügung zu stellen, habe sich gleich bei der ersten Gelegenheit bewährt. Auch Rita Schmaus als Vorsitzende des HDJ-Trägervereins "AG Jugend" ist begeistert: "Diese Veranstaltung ist ein Beweis für die Offenheit des Hauses und für seine besondere Eignung für die Kleinkunst." Zufrieden äußern sich auch viele der rund 80 Besucher des Liederabends mit dem Titel "Saitensprünge." "Ein schöner, ein besonderer Abend, eine tolle Atmosphäre," lautet der Tenor im Publikum. Für das Duo Pascal Bähr (Weidenbach) und Alex Schmeisser (Weinsheim bei Bad Kreuznach) war der Auftritt im HDJ eine Premiere, für Pascal Bähr war es der erste öffentliche Auftritt überhaupt.Zum Auftakt ein Liebeslied

Beide schreiben ihre Liedtexte selbst und tragen sie mit Gitarrenbegleitung vor; außerdem verbindet sie das Studium der Sonderpädagogik in Landau. Mit einem Liebeslied - seinem ersten überhaupt - eröffnete Pascal Bähr sein Soloprogramm. "Liebe ist der Ansporn des Lebens. Um zu leben, musst du lieben", heißt es darin. Mit Liedern über die Freundschaft ("ein Geschenk, ein ganz wertvolles") sollte er schließlich nach einer Experimentierphase mit Stücken über Drogen, SMS-Sucht und die Erfindung eines Wahrheitsserums die Kurve wieder kriegen zu Texten, die - laut persönlicher Selbsteinschätzung des 22-Jährigen - "besser zu mir passen und beim Publikum besser ankommen". "Jedes Lied ist ein Stück von mir," stellte Alex Schmeisser seinem Programm voran, das immer dann besonderes Hinhören und Aufhorchen forderte, wenn es besonders sanft zu sein schien: bei dem Lied über die Nachbarn (pfiffig: "Erdbeern, Himbeern, Nachbeern"), bei seiner ersten Moritat und bei dem Lied, das er nach einem Jahr als Kindergartenpraktikant geschrieben hatte - ein Rundumschlag mit (manchmal schwarzem) Humor, der durch das Gitarrenspiel zudem an Fahrt gewann.