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Sanierung Bahnhof Gerolstein: Neue Fußgängerbrücke steht

Bahnhofssanierung : Neue Fußgängerbrücke über Gerolsteiner Gleise steht - Ab April soll Nutzung möglich sein (Video/Fotos)

Mit schwerem Gerät wurde die neue Fußgängerüberführung über die Gerolsteiner Bahnhofsgeleise installiert. Die Freigabe zur Nutzung der neuen Querung über die Gleisanlagen ist für Anfang April geplant.

Darauf haben die Gerolsteiner lange gewartet: In dieser Woche wurde die neue Fußgängerüberführung zwischen dem Bahnhof und dem Kasselburger Weg gebaut. Die Installation war von langer Hand geplant. Die Vorbereitungen sorgten nachts für einigen Lärm. Mit der Installation ist die seit vorigem Jahr laufende Instandsetzung des Bahnhofs ein gutes Stück vorangekommen.

 Die Deutsche Bahn (DB) AG nimmt seit März 2020 rund 8,3 Millionen Euro in die Hand, um den Gerolsteiner Bahnhof von seinem schmuddeligen Image zu befreien und zu modernisieren. Bisher schien alles mehr Flickwerk zu sein, Baustellen an allen Ecken und Enden. Mit der neuen Fußgängerüberführung kommt jetzt jedoch eine erkennbare Struktur in die Baumaßnahme.

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Neubau der Fußgängerbrücke im Bahnhof Gerolstein

Stadtbürgermeister Uwe Schneider ist erfreut über den Fortschritt: „Wir Gerolsteiner sind sehr froh, dass die Sanierung des Bahnhofs jetzt immer mehr konkrete Formen annimmt. Mit dem Bau der Fußgängerüberführung gehen wir einen entscheidenden Schritt. Wenn die Brücke im Frühjahr barrierefrei genutzt werden kann, zeigt sich die Stadt Gerolstein für die Bahnreisenden direkt von ihrer freundlichen Seite.“

Die Verantwortlichen der DB erklären, was hier konkret geschieht: „Es entsteht eine neue Personenüberführung, die gleichzeitig die beiden Ortsteile miteinander verbindet. Die Bahnsteige 1 sowie 2/3 werden erneuert, erhöht und auf 1,90 Meter beziehungsweise 1,70 Meter zurückgebaut und gleichzeitig barrierefrei erschlossen“, teilt die Pressabteilung der DB AG auf Anfrage mit. Hierfür sei auch der Bau zweier neuer Aufzugsanlagen vorgesehen. Der Bahnsteig 4/5 werde zurückgebaut. Um für eine angenehmere Atmosphäre am Bahnhof zu sorgen, werde außerdem die Beleuchtung erneuert sowie die Ausstattung modernisiert. Die Brücke solle voraussichtlich Anfang April in Betrieb genommen werden.

 Die nun aufgebauten tonnenschweren Brückenteile wurden in der Nacht von Montag, 25. Januar, auf Dienstag, 26. Januar, mit Schwertransportern in die Brunnenstadt gebracht. In der darauffolgenden Nacht zum Mittwoch, 27. Januar, wurde das erste Element auf die vorbereiteten Betonpfeiler aufgelegt, tagsüber wurden mittwochs dann die beiden weiteren anderen Brückenteile aufgesetzt. Für das Einheben musste ein Kran die viele Tonnen schweren Stahlteile an ihre genau ausgerechneten Positionen bringen – penible Maßarbeit und absolute Genauigkeit waren bei diesem Arbeitsschritt grundlegend für das Gelingen. Unterdessen gehen auch die übrigen Arbeiten im Bahnhofsbereich weiter.

 Mitte Dezember 2020 wurde mit dem Rückbau der vorhandenen Dächer und der alten Personenunterführung sowie mit dem Einheben der Treppenpodeste und der Treppen begonnen. Der vollständige Rückbau der bisherigen Unterführung erfolgt, nachdem die neue Personenüberführung für die Benutzung durch die Bahnreisenden freigegeben wird. Hierfür müssen die sogenannten Gleisjoche herausgehoben werden. Dies sind vormontierte Einheiten aus meist zwei gleich langen Schienensträngen, an denen die Bahnschwellen angebracht sind. Sind sie aus den Gleisbetten gehoben, kann das Tragwerk der bisherigen Unterführung zerstört und anschließend der Hohlraum verfüllt werden.

 Die weiteren Modernisierungsarbeiten wie die Erneuerung des Bodenbelags, der Lichtanlage und der Brüstungsverkleidung erfolgen witterungsabhängig. „Wir gehen von der Aufnahme des Normalbetriebes im Bahnhof Gerolstein voraussichtlich in diesem Sommer aus“, so die Pressestelle der DB AG. In einem zweiten Bauabschnitt erfolgt voraussichtlich 2024 die Erhöhung und die barrierefreie Anbindung des zweiten Mittelbahnsteigs.

Insgesamt werden rund 8,3 Millionen Euro in den barrierefreien Ausbau und die Modernisierung des Bahnhofs investiert. Finanziert wird das Instandsetzungs-Projekt aus Anteilen der Deutschen Bahn, des Landes Rheinland-Pfalz sowie Dritter.

 Der Aufbau der Fußgängerbrücke ist Präzisionsarbeit. Die Elemente müssen Millimetergenau platziert werden.
Der Aufbau der Fußgängerbrücke ist Präzisionsarbeit. Die Elemente müssen Millimetergenau platziert werden. Foto: Rudolf Höser

Ein Video vom Aufbau der Brücke und weitere Fotos finden Sie bei uns im Internet unter www.volksfreund.de/fotos