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Sanierung der Augustiner-Realschule in Hillesheim im frühjahr

Finanzen : Neue Fenster und ein besserer Brandschutz für die Realschule

Damit die Sanierung schon im Frühjahr beginnen kann, muss die Verbandsgemeinde Hillesheim das Projekt vorfinanzieren und einen Kredit aufnehmen.

Der Rat der Verbandsgemeinde (VG) Hillesheim hat die Umlage um zwei auf 37 Prozent gesenkt. Dadurch werden die Stadt Hillesheim und die zehn Dörfer der VG um insgesamt 153 000 Euro entlastet. Zwei weitere wichtige Punkte gehören zum zweiten Nachtragsetats für dieses Jahr, kurz vor Ende der Eigenständigkeit der VG: Das ist erstens eine Erhöhung der Kreditaufnahme um 370 000 Euro auf dann 2,3 Millionen Euro. Damit wird die Finanzierung für seit Jahren anstehende Sanierung  in der Augustiner-Realschule plus sichergestellt, die  bald   starten soll. Zudem wird Geld für eine zusätzliche halbe Stelle im Kindergarten Kunterbunt bereitgestellt. Dadurch sollen nach Angaben des Beauftragten Bernhard Jüngling (CDU) „Ausfälle durch Krankheit kompensiert“ und generell für eine „Vertretung“ gesorgt werden.

Die Senkung der VG-Umlage um zwei auf 37 Prozent – also den Satz vom Vorjahr – wurde unisono von der im Rat vertretenen Ortsbürgermeister sowie Hillesheims Stadtbürgermeister Matthias Stein begrüßt. Die Kommunen bekommen so doch wieder etwas mehr Spielraum für eigene  Investitionen. Insgesamt bedeutet die Senkung eine Entlastung der Gemeinden um 153 000 Euro. Fünf der elf Kommunen werden mit Summen im fünfstelligen Bereich entlastet, allen voran die Stadt Hillesheim, die knapp 64 000 Euro spart. Sie trägt mit noch immer 1,18 Millionen Euro aber auch die größte Umlagenlast,  rund 42 Prozent des Gesamtaufkommens (siehe Info).

Was die seit Jahren ins Auge gefasste Sanierung der Augustiner-Realschule plus angeht, überwog beim Beauftragten Jüngling die Freude über die aktuelle Entwicklung. Er sagte: „Wir haben vom Ministerium inzwischen die Genehmigung über den vorzeitigen Baubeginn erhalten.“ Es gibt nur einen Haken: „Eine Zusage über unseren Zuschussantrag ist damit nicht verbunden. Vielmehr müssen wir selbst dafür sorgen, dass die Finanzierung für das Vorhaben gesichert ist. Also bleibt, damit wir endlich anfangen können, uns nichts anderes übrig als ein Kredit, um die erhofften Zuschüsse vorzufinanzieren.“ Die VG pumpt sich daher also weitere 370 000 Euro, wodurch die Kreditaufnahme von 1,93 Millionen Euro auf 2,3 Millionen Euro steigt. Das Gesamtvorhaben wird inzwischen „nur“ noch mit 750 000 Euro veranschlagt. Bislang sollte es 900 000 Euro umfassen. Es wird – wenn auch später – mit 60 Prozent Landes- und 10 Prozent Kreiszuschuss gerechnet.

Die Reduzierung hat laut Hillesheims Bauamtsleiter Stefan Mertes unter anderem damit zu tun, dass die geplante Umstellung der Beleuchtung auf LED „vorerst rausgenommen wurde, weil wir dies über einen anderen, für uns günstigeren Förderweg realisieren wollen“.

Die Sanierung der Schule umfasst den Ausbau der mehr als 50 Fenster im Ober- und Erdgeschoss und den Einbau neuer Fenster samt Jalousien. Allein dies schlägt laut Kostenschätzung mit mehr als 200 000 Euro zu Buche. Zudem wird laut Mertes die gesamte Holzverkleidung an Decken, Wänden, Garderoben und in den Fluren herausgerissen und durch nicht brennbares Material ersetzt. Es werden drei zusätzliche Brandschutztüren eingebaut, ein weiterer Notausgang geschaffen, eine beleuchtete Kennzeichnung der Rettungswege sowie ein Lautsprecher-Alarmierungssystem installiert. „Und in den Treppenhäusern werden die Geländer, die nur etwa 80 Zentimeter hoch sind, entfernt und durch neue Geländer mit einer durchgängigen Höhe von einem Meter ersetzt, als Absturzsicherung“, erklärt Bauamtsleiter Mertes.

Realistischer Baustart eines ersten Abschnitts ist für ihn in den Osterferien, das Gros soll dann in den Sommerferien erledigt werden. Jetzt werde mit dem Planer gesprochen und die Ausschreibung vorbereitet.