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Sanierung des Pützborners Gemeindehauses wird zu teuer und wird neugeplant

Kommunalpolitik : Das Bürgerhaus und kein Ende in Sicht

Der  Umbau des maroden Gebäudes in Pützborn ist zu teuer, und die Planung fängt wieder von vorne an.

Alles wieder zurück auf Anfang, heißt es nun bei der
längst fälligen Sanierung und Umgestaltung des  Bürgerhauses im Dauner Stadtteil Pützborn.

Denn die ADD (Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion) in Trier hat bei einer Begehung des Bürgerhauses klar gemacht, dass die geplante Sanierung und Umgestaltung (der TV berichtete) mit einem finanziellen Bauvolumen von rund 700 000 Euro zwar notwendig aber nicht möglich ist.

Denn es ist so, dass  die Sanierung eines öffentlichen Gebäudes nicht mehr als 80 Prozent der Bausumme eines Neubaus kosten darf, ist von der Verwaltung zu erfahren. Und die Bausumme ist bei der Planung für das  Bürgerhaus Pützborn weit überschritten worden. Doch wieso niemand von der
Verbandsgemeindeverwaltung Daun und der Kreisverwaltung Vulkaneifel, die auch mit der Planung beschäftigt waren, dies im Vorfeld schon gesagt
hatten, das kann Ortsvorsteher Hennes Strunk nach eigenem Bekunden auch nicht verstehen.

„Man hätte uns das schon viel früher sagen müssen, ich verstehe das nicht“, sagt der Ortsvorsteher. Die Kreisverwaltung Vulkaneifel schreibt dazu  in ihrer Stellungnahme : „Nach genauerer Prüfung des Vorhabens können wir in Abstimmung mit der Aufsicht- und Dienstlesitungsdirektion  sagen, dass diese Regelung der Kreisverwaltung so nicht bekannt und auch nicht in der entsprechenden Verwaltungsvorschrift so enthalten ist.“

Laut ADD Trier handelt es sich um einen Richtwert des Rechnungshofes, der dem Fördermittelgeber – dem Land Rheinland-Pfalz – so vorgegeben wurde.
Doch wie geht es nun weiter? Die Frage ist  mehr als berechtigt, findet Strunk und führt weiter aus: „Der alte Plan ist auf jeden Fall
hinfällig. Es wurde uns von Verwaltungsseite angeraten, das Gebäude zurückzubauen, also die obere Etage abzureißen, und die untere Etage zum Dorfplatz herauszuziehen.

Die Freiwillige Feuerwehr muss auf jeden Fall  raus aus dem Haus. Das alles prüfen wir jetzt zusammen mit dem Architekten“, sagt Strunk.

Bisher wurden 12 000 Euro für die Planungen ausgegeben, zumindest kann das Planungsbüro bei der Neuplanung auf bestehenden Daten aufbauen.

Und das ganze Gebäude abreißen, wäre das möglich? „‚Ganz abreißen und neu errichten können wir das Gebäude nicht, da wir dann mit den gesetzlichen Abständen nicht mehr klar kämen“, erklärt der Ortsvorsteher. Die neue Bausumme muss also nun deutlich niedriger liegen, als die geplanten 700 000 Euro.

„Wir müssten auf eine Summe von etwa 450 000 Euro hinkommen, ich bin mal gespannt ob, wir das schaffen“, sagt Hennes Strunk auch ein wenig ratlos.

Den alten Plan von Umbau und Sanierung des Bürgerhauses Pützborn kann der Ortsvorsteher also getrost zerreißen.